Mehr Sonntagsspiele, einheitliche Bandenwerbung
Neue Planspiele bei DFB und DFL

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat bei den Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Verständnis für die zukünftig wahrscheinlich steigende Zahl von Sonntagsspielen der Bundesliga geworben.

HB FRANKFURT/MAIN. Der für den Spielbetrieb zuständige DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus verdeutlichte bei einem Treffen mit den 21 Präsidenten der Verbände, dass so Nachteile durch die Termingestaltung für die am Uefa-Cup beteiligten Klubs reduziert werden sollen. Es müsse vor allem verhindert werden, dass Vereine donnerstags im Uefa-Pokal und bereits am folgenden Samstag wieder in der Bundesliga antreten müssten.

Die Chefs der Landesverbände, die sich ab sofort regelmäßig treffen, um aktuelle Fragen rund um den Amateurfußball zu erörtern, zeigten Verständnis für die Lage der Profiklubs und kritisierten die ihrer Ansicht nach "hausgemachten" Wettbewerbsnachteile, die sich durch "Glücksspiel-Staatsvertrag und Kartellamts-Entscheidungen" ergeben würden.

Ein weiteres Planspiel der DFL wurde indes weniger kritiklos aufgenommen. Der Ligaverband denkt über die Einführung eines Ligapokals nach dem Vorbild des englischen Carling-Cups nach. "Bevor wir so etwas aus dem Boden stampfen, sollten wir lieber über eine Ausweitung des bestehenden Spielsystems diskutieren", sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt der "Süddeutschen Zeitung". Bruchhagen, der sich bereits vor drei Jahren vergeblich für eine Aufstockung der ersten und zweiten Liga auf jeweils 20 Mannschaften eingesetzt hatte, erhält nun Rückendeckung durch den Präsidenten Harald Strutz vom Zweitligisten FSV Mainz 05. "Wir verkraften zwei Ligen mit 20 Vereinen, in anderen großen Ländern geht das auch", meinte Strutz: "Ich spreche da mit Sicherheit für die Zweitligavereine und die mittleren Erstligaklubs."

Die DFL-Spitze hatte den neuen Ligapokal-Wettbewerb vergangenen Freitag als "Denkmodell" bezeichnet. Gemäß einer Setzliste, die die Abschlusstabelle der Vorsaison widerspiegelt, würden in der ersten Runde die 20 schlechtesten Teams aufeinander treffen. In der zweiten Runde bekämen es die Sieger mit den zehn höher eingestuften Teams zu tun. Ab der dritten Runde würden die international vertretenen Klubs einsteigen. Insgesamt soll der Cup in sechs Runden ausgespielt werden.

Er stünde damit in Konkurrenz zum DFB-Pokal, den der DFB noch effektiver vermarkten will. Geplant ist eine einheitliche Bandenwerbung. Zu diesem Zweck will der Verband eine Ausschreibung für die Jahre 2009 bis 2012 durchführen. "Wir wollen das Vermarktungspotenzial weiter ausschöpfen. Eine gemeinsame Bandenwerbung bei allen Pokalspielen nach dem Vorbild der Uefa-Wettbewerbe ist eine logische Fortentwicklung", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

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