Meisterschaftskampf
Real und Barça verbreiten irreführende Verletzungsmeldungen

Die spanische Meisterschaft wird nicht nur auf dem Platz entschieden. Laut Sportblatt „Marca“ versuchen die großen Rivalen FC Barcelona und Real Madrid den Gegner auch mit irreführenden Verletzungsmeldungen zu verwirren.
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MadridDer FC Barcelona und Real Madrid spannen im Kampf um die spanische Fußballmeisterschaft auch die Mannschaftsärzte mit in ihre Taktik ein. Wie das Sportblatt „Marca“ am Mittwoch berichtete, verbreiten beide Clubs häufig irreführende Informationen über Verletzungen von Spielern, um die Konkurrenz zu verwirren.

„Real und Barça lassen die Ärzte mitspielen“, schrieb die Zeitung. „Sie manipulieren die Bulletins, um den Rivalen auf falsche Fährten zu schicken.“ Die Katalanen neigten dazu, das Ausmaß von Blessuren zu übertreiben, heißt es. Die Madrilenen hingegen spielten Verletzungen herunter und hielten Informationen zurück. Das Blatt erinnerte an die „Wunderheilung“ des Barça-Stürmers Alexis Sánchez, der laut einer Mitteilung des Clubs zehn Tage hätte pausieren müssen, dann aber bereits nach drei Tagen wieder eingesetzt wurde.

Kurz vor dem Anpfiff eines Spiels gegen CA Osasuna gab Barça bekannt, Lionel Messi könne wegen einer Grippe nicht spielen. Der Weltfußballer kam dann aber doch zum Einsatz und schoss prompt zwei Tore. Carles Puyol und Andrés Iniesta waren nach Verletzungen schon häufig früher fit als angekündigt.

Real Madrid verschwieg vor dem jüngsten „Clásico“ eine Verletzung von Angel di María und berief den Argentinier ins Aufgebot, obwohl er nicht eingesetzt werden konnte. Kaká attestierte der Club eine Prellung, obwohl der Brasilianer in Wirklichkeit einen Muskelfaserriss erlitten hatte. Bei Pepe, Fabio Coentrão oder Sergio Ramos habe Real das Ausmaß von Verletzungen wie ein Staatsgeheimnis behandelt, schrieb „Marca“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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