Meisterstück in Mailand
Schalke feiert Kobiaschwili

dpa GELSENKIRCHNEN. Lewan Kobiaschwili taugt nicht zum strahlenden Helden. Fast schien dem Georgier der Rummel um seine Person etwas peinlich, obwohl er den FC Schalke 04 mit dem ersten „Dreierpack“ seiner Karriere im Alleingang zum 3:0-Sieg gegen PSV Eindhoven geschossen hatte.

Gleichwohl genoss der 25 Jahre alte Allrounder das ungewohnte Glücksgefühl nach der Champions-League-Partie gegen den niederländischen Meister in vollen Zügen. „Das war meine beste Tat und einer der schönsten Tage in meiner Karriere“, hauchte Kobiaschwili so leise in die Mikrofone, als sollte es niemand hören.

Kurz vor dem Abpfiff gönnte Trainer Ralf Rangnick dem Matchwinner den verdienten Abgang. Die knapp 54 000 Fans in der ausverkauften Veltins-Arena erwiesen dem dreifachen Torschützen (18./72./79.) mit Beifallsstürmen ihre Referenz. Selbst die Tatsache, dass Kobiaschwili das erste (Handelfmeter) und das dritte Tor (Foulelfmeter) per Strafstoß erzielte, schmälert die Anerkennung für seine Gala nicht. Es gibt wohl niemanden auf Schalke, der dem beliebten Musterprofi den persönlichen Triumph nicht gönnt. „Kobi ist ein echter Teamplayer. Ihm fehlt manchmal der Egoismus. Er sieht zu oft die Mitspieler“, sagte Kapitän Frank Rost, und meinte es als Lob.

Kobiaschwili ist wie er ist. Ein „stiller Star“, der lieber durch Leistung als durch große Worte glänzt. Vor allem deshalb erinnert der introvertierte Profi an Jiri Nemec, den „großen Schweiger“ früherer Jahre. Der Tscheche redete jahrelang mit Journalisten kaum ein Wort, obwohl er fließend deutsch sprach. Doch während Nemec als Defensiv- Stratege glänzte, hat der 58-malige georgische Nationalspieler seine Stärken in der Offensive. Dennoch musste „Kobi“ nach Christian Panders Kreuzbandriss monatelang als linker Verteidiger aushelfen.

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