Messi überraschend in Startelf
„Gauchos“ glanzlos zum Gruppensieg

Argentinien hat sich im Endspiel um den Sieg in der Vorrundengruppe C mit einem leistungsgerechten 0:0 gegen die Niederlande den ersten Platz gesichert. Beide Mannschaften konnten in diesem vermeintlichen Topspiel die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen.

FRANKFURT. Die Südamerikaner treffen nun in der Runde der letzten 16 am Samstag in Leipzig auf Mexiko und sind anschließend möglicher Viertelfinalgegner des Siegers der Partie Deutschland gegen Schweden. Die "Oranje" bekommen es derweil am Sonntag in Nürnberg mit Portugal zu tun.

Es galt lange im Vorfeld der Partie als das Spiel der Vorrunde schlechthin. WM-OK-Chef Franz Beckenbauer stand nicht allein da, wenn er sagte: "Seit der Auslosung in Leipzig habe ich auf diese Begegnung hingefiebert. Ich erwarte Fußball vom Allerfeinsten." Und so war der Tisch für einen Leckerbissen auch stimmungsvoll gedeckt. 50 000 Anhänger der "Elftal", davon 30 000 mit einem Ticket, tauchten die Frankfurter Innenstadt schon lange vor dem Spiel in das bekannte leuchtende Orange. Aber auch die 10 000 Argentinier feierten lautstark und mit ansteckender Fröhlichkeit.

Allein: Die Herren Spieler auf dm Rasen konnten nicht halten, was die Paarung versprach. Es wurde zwar - um im Bild zu bleiben - keine fußballerische Magerkost geboten. Aber wer eine Drei-Sterne-Menü erwartet und eine gut bürgerlichen Mahlzeit erhält, ist eben auch ein bisschen enttäuscht - zumal wenn das Salz in der Suppe, die Tore nämlich, fehlen.

Nicht ganz unschuldig daran war sicherlich das Personalkarussell, das beide Trainer nach der bereits vor diesem Spiel feststehenden Qualifikation für das Achtelfinale in Gang gesetzt hatten, insbesondere weil sie Gelbsperren ihrer vorbelasteten Spieler vermeiden wollten. Von zwei B-Mannschaften zu sprechen widerstrebt dem Fußballfan angesichts der Qualität an Spielern, die auf dem Platz standen. Doch viele der ganz großen Namen fehlten eben doch: Robben, van Bommel, van Bronckhorst, Heitinga und Mathijsen auf der einen, "Kaninchen" Saviola, Crespo, Heinze (alle mit Gelb vorbelastet), Gonzalez (Leistenverletzung, frühestens zum Viertelfinale wieder fit) und Kapitän Sorin auf der anderen Seite - allein mit den Akteuren, die an diesem Abend nicht spielten, ließe sich prächtig eine Weltmeister-verdächtige Elf zusammenstellen.

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