Metzelder fällt aus
Neue WM-Trikots, alte Sorgen

Riesenbegeisterung beim Training in Köln, aber trübe Aussichten für den Ernstfall in Paris: Ausgerechnet beim ersten Spiel in den WM-Trikots platzt Jürgen Klinsmanns fest eingeplanter Härtetest für die Innenverteidigung.

dpa KÖLN. Christoph Metzelder, der nach zweieinhalbjähriger Abstinenz gerade erst beim 1:0 gegen China ein verheißungsvolles Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft gegeben hatte, fällt beim Jahresabschluss am 12. November gegen Frankreich wegen anhaltender Rückenbeschwerden aus.

Während Klinsmann mit einer Abordnung von Spielern vom DFB-Ausrüster „adidas“ in einer pompösen Präsentation im goldenen Konfettiregen die neue WM-Spielkleidung in Empfang nahm, erhielt der Verteidiger nach einer Kernspin-Untersuchung in der Uniklinik Bochum die bittere Diagnose: Eine Bandscheibenvorwölbung ist Ursache für die Probleme, die den 25-jährigen Dortmunder bereits seit zwei Wochen zur Pause verurteilen. Schon am Abend war er nicht mit von der Partie, als die noch verbliebenen 20 Nationalspieler vor knapp 20 000 Zuschauern im Kölner Rheinenergie-Stadion letztmals in diesem Jahr öffentlich trainierten. Nie zuvor gab es eine so große Fan-Kulisse bei einer Übungseinheit der DFB-Auswahl.

Klinsmann konnte die Begeisterung allerdings nicht über den Ausfall von Metzelder hinwegtrösten. „Das ist sehr schade für ihn und auch für uns, aber es ist kein Beinbruch“, erklärte er mit einem gequälten Lächeln. Denn eigentlich wollte er seine WM-Hoffnungsträger Metzelder und Per Mertesacker nach dem Probelauf gegen die nicht für die WM qualifizierten Chinesen nun gegen das französische Weltklasse- Sturmduo Thierry Henry und David Trezeguet einer echten Prüfung unterziehen. „Wir wollten in der Innenverteidigung nichts ändern. Das zwingt uns jetzt zum Umdisponieren.“

Obwohl die Alternativen Lukas Sinkiewicz (20) und Robert Huth (21) seit Wochen außer Form sind, verzichtete Klinsmann auf eine Nachnominierung von Routinier Christian Wörns. Stattdessen liebäugelt er damit, Arne Friedrich von der rechten Seite in die Abwehrzentrale zu stellen, obwohl der Berliner auch im Verein in dieser Saison kein Spiel dort bestritten hat.

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