Mexikanischer Verband leitet Untersuchungen ein
Confed-Cup hat seinen Doping-Skandal

Nachdem sich der mexikanische Fußball-Verband (FMF) fast zwei Tage in Schweigen gehüllt hatte, bestätigte Präsident Alberto de la Torre in der Nacht nun doch den Doping-Verdacht gegen die beiden Nationalspieler Salavdor Carmona und Aarón Galidno. Die Verband habe entsprechende Untersuchungen eingeleitet, sagte De la Torre. Die Fifa wollte am Morgen auf Anfrage von Handelsblatt.com keine Stellung nehmen, kündigte aber eine Erklärung im Laufe des Tages an.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Arzt der Spielerauswahl, José Luis Serrano, habe die beiden Verteidiger am Montag gefragt, welche Medikamente sie einnähmen, sagte FMF-Präsident Alberto de la Torre. Die Spieler hätten geantwortet, dass sie "einige Tropfen" konsumierten. "Es gibt einen Zweifel, und darum werden sie vom Aufgebot getrennt", erklärte der FMF-Chef. Der Verbandschef konnte weder den Namen der Tropfen noch die in ihnen vermutete verbotene Substanz nennen.

Ob das Doping-Vergehen Einfluss auf den laufenden Confederations-Cup hat, steht zurzeit noch in den Sternen. Denkbar wäre, dass die „El Tri“ nachträglich mit einem Punktabzug bestraft wird oder sogar ganz vom Wettbewerb ausgeschlossen wird. Das hätte dann natürlich Auswirkungen auf die Halbfinalbegegnungen. Mexiko trifft am Sonntag auf Argentinien, bereits morgen kommt es zum Duell zwischen Brasilien und Deutschland.

Die beiden Spieler müssten sich innerhalb der nächsten 48 Stunden einer Doping-Kontrolle unterziehen, die von der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) analysiert werde. Die Analyse sei Teil einer eingeleiteten Untersuchung der Mexikanischen Fußball- Föderation. Die Ergebnisse würden an den Generalsekretär der FIFA übermittelt und sogleich veröffentlicht, kündigte De la Torre an.

Nach verwirrenden Gerüchten über die beiden Verteidiger des Halbfinalisten Mexiko hatte der Internationale Fußball-Verband am Donnerstag einen Bericht vom mexikanischen Verband noch für den gleichen Tag angefordert, um Klarheit in den Fall der heimgeschickten Spieler zu bringen. Dabei hatte zuvor noch Fifa-Chef Sepp Blatter eine Art Ehrenerklärung für die Mexikaner abgegeben. Der Rausschmiss der Spieler Carmona und Galindo aus der "El Tri" sei nicht wegen eines möglichen Dopingvergehens, sondern allein aus disziplinarischen Gründen erfolgt sei. Dies hätten ihm die Mexikaner versichert und es gebe keinen Grund, an dieser Versicherung zu zweifeln.

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