Mexiko löst Fahrkarte zum Turnier nach Deutschland
Engländer wollen Erikssons Kopf

An den englischen Stammtischen ist man sich einig: Sven-Göran Eriksson muss gehen. Nach der peinlichen 0:1-Niederlage im Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gegen Nordirland in Belfast verlangten einer Umfrage des TV-Senders Sky zufolge mehr als zwei Drittel der Befragten, dass der Schwede seinen Posten als Teammanager aufgeben muss. Durch die Niederlage sind Englands Chancen, bei der WM mit dabei zu sein, gesunken.

fs LONDON. Zwar war es für England unter Eriksson die bislang einzige Niederlage in einem Qualifikationsspiel. Doch die Art und Weise, wie sich eine Mannschaft von hoch talentierten Spielern in Belfast gegen ein Team hoch motivierter Amateure präsentierte, war schauderhaft. Pomadig, bei fast jeder Ballannahme zu langsam und einfallslos agierten die Kicker rund um David Beckham und Wayne Rooney.

Erst vor zwei Wochen hatte das Mutterland des Fußballs in einem Freundschaftsspiel eine peinliche 1:4 Niederlage gegen Dänemark eingesteckt, das sich kaum für die WM qualifizieren wird. Damals entlud sich der Spott noch auf Torhüter David James, der sich spektakuläre Fehltritte leistete. Ein Boulevard-Blatt montierte auf Fotos der dänischen Torschüsse einen Esel in den englischen Kasten und behauptete: „Der Esel hätte alle vier Tore gehalten.“

Diesmal geht es um Erikssons Kopf. „Er muss gehen“, verlangt die Sun. Der Schwede wird schon lange wegen seiner zu defensiven Haltung kritisiert. Einige Kommentatoren machen ihn gar für „fehlenden Patriotismus“ verantwortlich und verlangen einen englischen Teamchef. Doch der 57-Jährige denkt nicht daran, seinen Posten zu räumen. „Ich werde nicht zurücktreten. Mich zu entlassen ist Sache des englischen Verbandes“, erklärte Eriksson, dessen Vertrag bis 2008 läuft. Die laut Daily Mirror „schlimmste Niederlage seit 50 Jahren“ könnte Folgen haben. England benötigt aus den zwei letzten Spielen gegen Österreich und Polen sechs Punkte, um sich direkt zu qualifizieren. Allerdings kann das Land auch als einer von zwei besten Zweitplatzierten einer Gruppe weiter kommen.

Mexiko kann die Reise zur Endrunde der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland dagegen fest buchen. Für Polen, Portugal, Italien und die Niederlande liegen die WM-Tickets schon griffbereit Auch in Frankreich ist die Fußball-Welt nach dem 1:0-Sieg in Irland wieder in Ordnung. „Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte Thierry Henry, Torschütze in Dublin. Mit den drei Punkten schlossen die Franzosen in der Gruppe 4 mit 16 Punkten zu Tabellenführer Schweiz auf, der in Zypern zu einem 3:1-Pflichtsieg kam. Ein Fehler von Real Madrids Torhüter Iker Casillas kostete Spanien den erhofften Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe 7. Mateja Kezman bestrafte den Patzer mit dem 1:1 für Serbien-Montenegro, das auf direktem WM-Kurs liegt.

Insgesamt sind inzwischen schon zehn Mannschaften für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifiziert. In Europa steht neben Gastgeber Deutschland die Ukraine , in Südamerika Argentinien und Brasilien, in Nord- und Mittelamerika die USA und Mexiko und in Asien Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und der Iran als Teilnehmer fest.

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