Fußball
Mexiko offiziell im Halbfinale

Der Weltverband Fifa hat die Halbfinalteilnahme Mexikos beim Confederations Cup in Deutschland bestätigt. Gegen zwei Spieler des Mittelamerika-Meisters liegt ein Doping-Verdacht vor.

Trotz der Doping-Vorwürfe gegen zwei Spieler darf die mexikanische Nationalmannschaft das Halbfinale beim Confederations Cup in Deutschland bestreiten. Das hat der Weltverband Fifa am Freitag bestätigt. Alle Ergebnisse des Mittelamerika-Meisters bei der "Mini-WM" bleiben bestehen.

Dabei wird der Dopingverdacht gegen die beiden Akteure zu einem Kriminalstück. Der mexikanische Fußball-Verband FMF räumte zwar in einem Kommunique ein, dass bei den Spielern Aaron Galindo und Salvador Carmona eine unerlaubte Substanz in der A-Probe festgestellt und sie deshalb aus dem Kader beim "Confed Cup" gestrichen wurden. Allerdings heißt es in in der Verlautbarung: "Die Untersuchungen lassen die Annahme zu, dass die Spieler durch unerlaubte Substanzen kontaminiert wurden."

Spieler auf dem Weg nach Hause

Diese Formulierung könnte den Schluss zulassen, dass der FMF davon ausgeht, dass kein wissentliches Doping vorliegen könnte. Beide Spieler, die noch am 1:0-Überraschungserfolg gegen Weltmeister Brasilien in Hannover beteiligt waren, wurden am Mittwoch mit dem Hinweis auf disziplinarische Gründe vorzeitig nach Hause geschickt.

Die Fifa forderte den mexikanischen Verband eindringlich auf, die beiden Fälle zu klären und"`nach Abschluss der Untersuchung Sanktionen auszusprechen". Der Weltverband wird anschließend prüfen, ob das Strafmaß angemessen ist. Außerdem muss ein "lückenloser Bericht über die gesamte Angelegenheit" der Fifa vorgelegt werden. Bei den obligatorischen Kontrollen der Fifa bei den "Confed- Cup"-Spielen - jeweils zwei Akteure jeder Mannschaft werden ausgelost - waren die beiden Spieler nicht getestet worden.

Interner Test überführt die Sünder

Die beiden Akteuren waren bei einem internen Test der Mexikaner des Doping überführt worden. Die positive Analyse bei den mexikanischen Spielern wurde vom renommierten Institut at Ucla, Olympic Analytical Labaratory in Los Angeles/Kalifornien, vorgenommen. Nach Darstellung der Fifa habe Mexiko erst am 20. Juni von dem positiven Testergebnis erfahren, daraufhin waren die Akteure vorzeitig nach Hause geschickt worden.

Welche verbotene Substanz bei Galindo und Carmona festgestellt wurde, gab weder der FMF noch die Fifa bekannt. Mexikanische Medien hatten berichtet, es handele sich um das Steroid Nandrolon. In den nächsten 48 Stunden soll die B-Probe analysiert sein. Mexikos Verband kündigte an, den Fall schonungslos aufdecken zu wollen. Die mexikanische Zeitung Reforma berichtete, die Nationalspieler hätten Tropfen ohne Einwilligung des Mannschaftsarztes genommen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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