Fußball
Mexiko trotz Nullnummer Gruppensieger

Durch ein torloses Remis gegen Griechenland hat sich Mexiko Rang eins in der Gruppe B des "Confed-Cups" gesichert. Ottos Griechen gelang dabei auch in Frankfurt kein Treffer, Mexiko trifft jetzt auf Argentinien.

Überschattet von angeblich positiven Dopingtests zweier Spieler hat Mexiko beim Konföderationen-Pokal in Deutschland den Sieg in der Gruppe B perfekt gemacht und Trainer Otto Rehhagel mit Fußball-Europameister Griechenland ohne Erfolgserlebnis nach Hause geschickt. Die Lateinamerikaner bauten hingegen durch ein 0:0 im letzten Vorrundenspiel ihre Serie auf 21 Spiele ohne Niederlage aus und treffen nun am Sonntag im Halbfinale (18.00 Uhr/live ZDF und bei Premiere) in Hannover auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien.

"Lassen uns nicht einfach abschlachten"

Während Mexikos Nationalcoach Ricardo Antonio La Volpe dem Duell gegen seine Landsleute entspannt entgegen blicken kann, steht "König Otto" ein Jahr nach dem überraschenden EM-Triumph von Portugal nach der verpatzten "Mini-WM" ohne Torerfolg in drei Spielen eine unruhige Zeit bevor. Die beiden vorherigen Gruppen-Begegnungen hatte die Rehhagel-Truppe gegen Brasilien (0:3) und Japan (0:1) verloren.

"Wir wollten heute zeigen, dass wir uns nicht einfach abschlachten lassen. Das haben die Jungs umgesetzt. Unser Problem liegt im Angriff, das lässt sich nach insgesamt fünf Spielen in Folge ohne Tor nicht wegdiskutieren. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir in der WM-Qualifikation wieder besser auftreten", meinte Rehhagel.

Doping-Gerüchte sorgen für Unruhe

Bei Mexiko hatte die Suspendierung von Aaron Galindo und Salvador Carmona im Vorfeld der Partie für heftige Unruhe gesorgt. Beide Spieler sollen laut mexikanischen Medienberichten bei internen Dopingkontrollen sowohl vor dem Turnier als auch nach dem 1:0-Triumph gegen Brasilien positiv auf das verbotene Mittel Nandrolon getestet und deshalb aus dem Kader verbannt worden sein. Ob Konsequenzen des Weltverbandes Fifa folgen, ist noch nicht klar.

Vor 31 285 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion und angefeuert von zahlreichen Fans agierten die Griechen wesentlich engagierter als bei den Pleiten gegen Brasilien und Asienmeister Japan. Die beste Chance hatte Zisis Vryzas bereits nach sieben Minuten, als er zunächst mit einem Kopfball die Latte traf und im Nachschuss an Mexikos Keeper Oswaldo Sanchez scheiterte. Auch der ehemalige Bremer Angelos Charisteas (19.) brachte den Ball frei vor Sanchez nicht im Tor unter.

Amanatidis in der Startelf

Rehhagel hatte im Vergleich zum Spiel gegen Japan gleich auf fünf Neue gesetzt und die Offensive verstärkt. Bundesliga-Profi Ioannis Amanatidis vom 1. FC Kaiserslautern rückte nach auskurierter Oberschenkelverletzung neben Charisteas und Vryzas als dritte Spitze in den Sturm. Zudem machte sich die Rückkehr von Kapitän Theodoros Zagorakis positiv bemerkbar, der zuvor wegen seines Einsatzes mit dem FC Bologna in der Relegation der italienischen Serie A gefehlt hatte.

Die Mexikaner, bei denen Coach La Volpe seinem Stürmer Jared Borgetti nach dem vorzeitigen Halbfinaleinzug zunächst eine Ruhepause gönnte, blieben bei schnellen Kontern aber stets gefährlich. Jose Fonseca (19.), der beim 2:1 gegen Japan das Siegtor erzielt hatte, scheiterte an Hellas-Torhüter Antonios Nikopolidis.

Tor wegen Abseitsposition aberkannt

Nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau auf beiden Seiten schwächer. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit für Mexiko hatte Jaime Lozano (63.), der aus 16 Metern am Tor vorbei schoss. Pech hatten die Mittelamerikaner, als ihnen ein reguläres Tor von Alberto Medina (80.) wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt wurde.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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