Fußball
Mexiko und Argentinien geben sich selbstbewusst

Ungeachtet des Doping-Schocks geht Mexiko heute (18 Uhr) voller Selbstbewusstsein in das Halbfinale des Confed Cups gegen Argentinien. Doch auch "Gaucho" Riquelme glaubt, "wir werden immer besser".

Der Doping-Schock wiegt schwer, doch Mexiko will im Halbfinale des Confederations Cup gegen Argentinien seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Letztlich hatte der mexikanische Verband FMF in einem Kommunique zugeben müssen, dass bei den Spielern Aaron Galindo und Salvador Carmona bei einem internen Test eine unerlaubte Substanz festgestellt wurde; beide Akteure waren zuvor vorzeitig nach Hause geschickt worden. Welche verbotene Substanz bei Galindo und Carmona analysiert wurde, gab der FMF nicht bekannt. Zunächst soll die B-Probe untersucht werden. Der Verband kündigte an, den Fall schonungslos aufdecken zu wollen.

Pardo: "Sind Geheimfavorit"

Trotzdem geht die Mannschaft aus dem Land der Azteken mit breiter Brust in das Vorschlussrundenduell am Sonntag (18 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) in Hannover gegen die "Gauchos". Bei den Mexikanern demonstrierte Ersatzkapitän Pavel Pardo gerade auch nach dem 1:0 gegen Weltmeister Brasilien am vergangenen Sonntag und dem anschließenden Gruppensieg Selbstbewusstsein. "Wir sind jetzt zu einem Geheimfavoriten geworden", meint Pardo und schickt den dem zwei maligen Weltmeister gleich noch eine Warnung hinterher: "Unser Abstand zu den Großen ist bei diesem Turnier kleiner geworden." Kapitän Rafael Marquez (FC Barcelona) steht nach überstandener Verletzung wieder in der Anfangsformation.

Nicht minder zuversichtlich präsentieren sich die argentinischen Spieler, die beim 2:2 in Nürnberg am vergangenen Dienstag gegen Deutschland vor allem in der Schlussphase überzeugend aufspielten. "Wir sind auf dem Weg, eine große Mannschaft zu werden, und wollen ins Finale", sagte Argentiniens Coach Jose Pekerman vor der Partie der bislang letzten Bezwinger des brasilianischen Weltmeister-Teams.

Lavolpe spielt Brisanz herunter

Zu Optimismus haben beide Teams allen Anlass: Die Argentinier spielten laut Pekermans gegen Deutschland "stellenweise sogar groß auf" und sind neunmal in Folge ungeschlagen. Noch länger ist Mexikos Erfolgsserie: Die Mannschaft von Trainer Ricardo Lavolpe ist inzwischen seit 21 Partien ungeschlagen.

Für den Coach hat das Semifinale einen ganz besonderen Reiz, doch der aus Argentinien stammende Lavolpe spielt nach mittlerweile 25 Jahren in seiner Wahl-Heimat den Vergleich mit der Elf aus seinem Geburtsland scheinbar gelassen herunter: "Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere."

Für seine Spieler, die Mexiko nach Möglichkeit den zweiten Triumph bei der "Mini-WM" nach dem Erfolg 1999 im eigenen Land bescheren wollen, im übertragenen Sinne auch: "Uns war egal, ob wir gegen Argentinien oder Deutschland spielen müssen. Beide sind stark, und jetzt ist es Argentinien. Aber wir wollen das Turnier gewinnen, und dafür müssen wir sowieso jeden schlagen", meint Mittelfeldspieler Jaime Lozano.

Riquelme sieht Steigerung in jedem Spiel

Pardo sieht sein Team auch durch die Heimreise der unter Doping-Verdacht stehenden Carmona und Galindo nicht entscheidend zurückgeworfen: "Uns fehlen zwar zwei unserer Besten, aber wir sind auch so stark genug, um gegen Argentinien bestehen zu können." Riquelme allerdings will den Mexikanern, bei denen Carlos Salcido für das Halbfinale "perfekten Fußball" verspricht, einen Strich durch die Rechnung machen und nach zuletzt zwei Spielen gegen La Volpes Team ohne Sieg (0:1 und 1:1) ebenfalls ins Endspiel: "Von Spiel zu Spiel sind wir in diesem Turnier besser geworden. Jetzt sind wir auch sogar so gut, dass das Finale möglich ist."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%