Millionärs-Dorado Königstein im WM-Fieber
Der Taunus tanzt Samba

Die Brasilianer kommen! Wie ein Lauffeuer hatte sich in Königstein die Nachricht verbreitet, dass der fünfmalige Rekord-Titelträger Brasilien bei der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr seine Zelte zeitweise in dem 16 000 Einwohner zählenden idyllischen Städtchen in der Nähe von Frankfurt/Main aufschlagen wird.

HB KÖNIGSTEIN. Königstein, das bei einer Millionärsdichte von 97 Einkommens-Millionären auf 10 000 steuerpflichtige Bürger eine der wohlhabendsten deutschen Gemeinden ist, macht sich auf einen großen Ansturm von Fußball-Fans gefasst. Die "Selecao" um die Weltstars Ronaldo und Ronaldinho wird vom 5. Juni an für mindestens elf Tage im noblen Kempinski Hotel im Ortsteil Falkenstein residieren.

Für Königsteins Bürgermeister Siegfried Fricke ist die Beherbergung der Brasilianer ein Glücksfall. "Das wird den Tourismus in der ganzen Region ankurbeln", sagte Fricke mit Blick auf die erwarteten Fans und Journalisten aus aller Welt. Allein aus Brasilien werden 300 Berichterstatter erwartet. Ein Verkehrschaos in der staugeplagten Stadt im Taunus fürchtet der 51-Jährige nicht. Man wolle sich bei Städten mit WM-Erfahrung informieren. Auch mit den Geschäftsleuten in Königstein will sich Fricke zusammensetzen und für kundenfreundlichere Öffnungszeiten während der WM werben. "Das wird alles sehr viel Arbeit, aber wir sind hoch motiviert", sagte Fricke.

Dies sind auch die Mitarbeiter des Kempinski Hotels. Sie werden bis zum Sommer noch fleißig portugiesische Vokabeln wie "Boa noite" (Gute Nacht), "bem-vinndo" (Auf Wiedersehen) und "Que quer beber?" (Was möchten Sie trinken?) lernen. Damit sich die prominenten Gäste in dem Luxus-Hotel (Fünf Sterne Plus) mit seinen 105 Zimmern, Appartements und Suiten rundherum wohlfühlen, sollen sie in ihrer Landessprache begrüßt und nach ihren Wünschen gefragt werden.

"Ich freue mich schon sehr auf die Brasilianer", sagte Hoteldirektor Cyrus Heydarian. "Sie haben einen unverkrampften Humor und eine lockere Einstellung zum Leben." In den vergangenen 18 Monaten war mehrfach eine Delegation aus Südamerika in dem Hotel zu Gast, um sich über das Angebot des Kempinski zu informieren, in dem üblicherweise Geschäftsleute wohnen. "Wichtig war für sie eine günstige Verkehrslage und das Ambiente", berichtet Heydarian.

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