Millionenbetrag dank Stadienauslastung
Acht Millionen Euro extra für WM-OK möglich

Möglicherweise könnten acht Mill. Euro zusätzlich aus dem Ticketverkauf in die Kassen des deutschen WM-Organisationskomitee fließen. Es wurde vor WM-Beginn nur mit einer 95 prozentigen Stadienauslastung kalkuliert.

Möglicherweise können acht Mill. Euro zusätzlich aus dem Ticketverkauf in die Kassen des deutschen WM-Organisationskomitees fließen. Zu Beginn wurde lediglich nur mit einer Auslastung der zwölf Stadien von 95 Prozent kalkuliert, die derzeitige Ausleistung der Weltmeisterschaft beträgt jedoch über 99 Prozent. Also höhere Einnahmen als die kalkulierten 200 Mill. Euro aus dem Ticket-Verkauf? Der 1. Vize-Präsident des WM-OK´s, Horst R. Schmidt, lacht: "Ein guter Kaufmann zieht erst am Ende Bilanz." Vier Prozent mehr würden eben diese acht Mill. Euro ausmachen.

1,494 Mill. Tickets wurden für die ersten 29 Spiele verkauft; das entspricht einem Schnitt von 51 500 Zuschauern pro Spiel. Nur die WM 1994 hatte bei den letzten sechs Weltmeisterschaften einen höheren Schnitt (69 000); bedingt durch die weitaus größeren Stadionkapazitäten.

Schmidt sieht indes ein, dass sich der Schwarzhandel nie ganz vermeiden lasse, glaubt aber, ihn durch die Personalisierung der Tickets eingedämmt zu haben. Wenn ein Stadion fest in der Hand eines Landes ist, sieht Schmidt den Grund außer den acht Prozent der Tickets, die dem Verband zustehen, in der Aktivität von Sponsoren, die ihre Kontingente über Verlosungen an den Mann oder die Frau bringen. Außerdem hätten sich aus England und den Niederlanden viele schon in der ersten Verkaufsphase via Internet um Karten bemüht.

Die großen Lücken beim ersten Spiel in Leipzig - fast 1 000 Plätze blieben leer - sind auch aufgeklärt: Es handelte sich überwiegend um Sponsoren-Karten. Bei anderen Spielen wurden leere Plätze schon mal mit freiwilligen Helfern aufgefüllt. "Aber mehr als 250 bis 300 kriegen wir auf die Schnelle auch nicht zusammen."

Sichere Spiele

Schmidt hat generell nach gut einer Woche eine sehr positive Zwischenbilanz der zweiten WM-Endrunde auf deutschem Boden nach 1974 gezogen. In punkto Sicherheit freut der wegen der Kartenverteilung oft gebeutelte gebürtige Franke über eine Erklärung des Bundesinnenministeriums, das die Lage als "ruhig und erfreulich" einschätzt.

Auch die Stadien genügen laut Schmidt "allen Ansprüchen" und würden Plätze mit viel Komfort bieten. Beim Transport der Mannschaften wird eine Pünktlichkeit von fast 100 Prozent erreicht.

Ein paar Wölkchen gibt es dennoch am sonnigen WM-Himmel. Die Ausschilderung in den Stadien und auf den Zufahrtsstraßen wurde zwischen den beiden ersten Spielen in den Stadien schon nachgebessert.

Auch die Standfestigkeit der Akteure auf den Spielfeldern verbessert sich von Mal zu Mal. Der Rasen war bei den ersten WM-Spielen zum Teil heftig kritisiert worden. Schmidt führte die Probleme auf das unerwartet nasse und kalte Wetter im Mai zurück, das die Planungen ein wenig durcheinandergebracht habe. Schmidt: "Mit den über 60 Trainingsplätzen, die wir zudem zur Verfügung stellen, sind aber alle zufrieden."

© SID

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