Mit Hitzfeld ist das Glück zu den Bayern zurückgekehrt
Bayern blasen zum Angriff

Nach dem umjubelten Viertelfinal-Einzug mit Rekordtor gegen Real Madrid setzen die wieder brandgefährlichen Bayern zum Großangriff in Bundesliga und Champions League an – und zum Kampf um Ottmar Hitzfeld.

dpa MÜNCHEN. Der „General“ hat in nur 35 Tagen den Mythos FC Bayern München wiederbelebt und könnte eine fast schon verkorkste Fußball-Saison doch noch zu einem triumphalen Ende führen. „Wir können jeden schlagen, auch das Finale ist möglich“, verkündete Hitzfeld forsch nach dem am Ende dramatischen 2:1-Sieg, mit dem die Münchner die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel in Madrid wettmachten.

Ob Chelsea mit Michael Ballack, Manchester United oder Angstgegner AC Mailand - die Bayern sehen der Auslosung der Viertel- und Halbfinal-Paarungen entspannt entgegen. „Wir sind Außenseiter, aber auch Außenseiter haben die Champions League schon gewonnen“, betonte Hitzfeld. Er selbst hat es schon zwei Mal vorgemacht: 1997 mit Borussia Dortmund, und 2001 mit dem FC Bayern.

Seit dem Sieg gegen Real Madrid wird der 58-Jährige endgültig von allen in München umgarnt, angefangen von Franz Beckenbauer über die Spieler bis hin zu den euphorisierten Fans in der Allianz Arena, die Hitzfeld in Sprechchören als „besten Mann“ feierten. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagte mehrmals „Danke, Ottmar“ und lobte „Feuereifer, Fleiß und Ehrgeiz“, mit dem der Trainer seine Arbeit verrichtet.

Beckenbauer drängte den 2004 noch davongejagten Erfolgscoach im „Premiere“-Studio auf kumpelhafte Art zum Weitermachen. „Du hast Dich jetzt zweieinhalb Jahre erholt, Ottmar - das reicht“, lautete die „kaiserliche“ Aufforderung an den Nachfolger von Felix Magath.

Im Glücksgefühl nach dem großen Zittern in den Schlussminuten sprach auch Hitzfeld nicht mehr davon, seine Mission am Saisonende definitiv zu beenden. „Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich dazu gar nichts sagen“, äußerte der auch in eigener Sache gewiefte Taktiker vielsagend und erbat sich in der Hektik des Fußball-Geschäftes eine Atempause: „Jetzt möchte ich mal in Ruhe weiter arbeiten.“

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