Mit letztem Aufgebot gegen Moskau
Ein Spiel, das der HSV nicht braucht

Für den Hamburger SV steht die Partie in der Fußball-Champions-League gegen Zska Moskau unter dem Motto: Spiele, die die Welt nicht braucht.

dpa HAMBURG. In der Bundesliga im Abstiegskampf, in Europa eine bereits gescheiterte Lachnummer, in 23 Pflichtspielen lediglich ein Sieg - wer mag da glauben, dass ausgerechnet in der letzten Partie der Eliteklasse dem abstiegsbedrohten letzten Bundesliga-Dino die Wende zum Besseren gelingt? Das einzige, so scheint es, was für den HSV herausspringen kann, sind weitere verletzte Spieler. Davon hat er allerdings schon jetzt reichlich. „Es ist ein Spiel, wo es um die Ehre geht. Die Spieler dürfen nicht Nürnberg als nächsten Gegner im Kopf haben“, warnte HSV-Trainer Thomas Doll.

Die Hamburger sind derzeit zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie sich um eine akkurate Vorbereitung auf die Partie gegen Moskau kümmern können. Nach dem 1:2 in Bochum mehren sich die Zeichen, die auf eine Trennung von Doll deuten. „Es bringt nichts, Schuldige zu suchen, um seinen eigenen Hintern zu retten. Das ist nicht meine Philosophie“, stellte Doll klar, dass er sich durchaus der Kritik stellt. Und Wortführer Bastian Reinhardt sieht jetzt die Mannschaft in der Pflicht, nachdem der Trainer „sein Bestes getan hat. Jetzt müssen wir nachziehen“.

Vorstandschef Bernd Hoffmann will aber - wie seit Wochen verkündet - keinen vorzeitigen Schlussstrich ziehen. Erst nach dem letzten Spiel der Hinrunde am 16. Dezember bei Alemannia Aachen soll Tabula rasa gemacht werden. „Bis Weihnachten ziehen wird das durch“, lautet Hoffmanns Ansage, der trotz Unmutsäußerungen aus dem Aufsichtsrat an seinem Plan festhalten will.

Verstärkungen zur Rückrunde werden ebenfalls heiß diskutiert - neueste Kandidaten scheinen Schalkes Torhüter Frank Rost und Bremens Stürmer Ivan Klasnic zu sein.

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