Mit Pfister gegen Südkorea
Neuling Togo fordert zum WM-Auftakt Südkorea

In seinem WM-Auftaktspiel trifft die Nationalmannschaft von Togo heute ab 15.00 Uhr in Frankfurt/Main auf Südkorea. Nach seinem zwischenzeitlichen Rücktritt sitzt Otto Pfister nun doch auf der togolesischen Trainerbank.

Der deutsche Trainer Otto Pfister wird die Nationalmannschaft von Togo nun doch bei der WM betreuen und zunächst heute (15.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) in Frankfurt/Main ins Auftaktspiel gegen den WM-Vierten Südkorea führen. Nach einem Prämienstreit hatte der gebürtige Kölner in der Nacht zum Samstag zunächst fristlos gekündigt.

"Die Spieler haben bei mir massiv interveniert. Danach habe ich auf ein Fax vom Verbandspräsidenten Rock Gnassingbe bestanden. Ja, ich werde gegen Südkorea als Nationaltrainer auf der Bank sitzen", bestätigte Pfister dem Sport-Informations-Dienst (sid). Laut Verbandsangaben wird der deutsche Fußball-Lehrer die komplette Vorrunde die Mannschaft betreuen.

Bei Südkorea will Trainer Dick Advocaat unterdessen ungeachtet des heillosen Durcheinanders beim Gegner einen gelungenen Auftakt in der Gruppe G feiern und das Wunder von vor vier Jahren im eigenen Land wiederholen.

Schäfer ist aus dem Rennen

Bei Togo überschlugen sich hingegen am Montag nach der Abreise nach Frankfurt die Ereignisse. Die Vorbereitung auf das Spiel geriet völlig in den Hintergrund. Ob Pfister, der sich mit dem Zug auf den Rückweg von der Schweiz nach Deutschland aufmachte, das Team während des gesamten Turniers betreuen wird, ließ der 68-Jährige offen. Fakt ist aber, dass der Flirt zwischen Togo und Winfried Schäfer, der sich als Helfer angeboten hatte, abrupt beendet wurde. Zudem rückt Kodjovi Mawuena, der zwischenzeitlich zum Chefcoach befördert worden war, wieder ins zweite Glied.

Pfister war einem Gespräch mit der Verbandsspitze in der Nacht zum Samstag zu seiner Familie in die Schweiz geflüchtet. Als Grund für seine Entscheidung hatte er den Prämienstreit angeführt und die "Grundlage für ein professionelles Arbeiten" entzogen gesehen. Nach Angaben von Sprecher Messan Attolou seien Spieler und Verband beim Streit um ausstehende Gelder aber inzwischen "auf einem guten Weg" zu einer Einigung.

"Wir spielen für die Landesehre"

Ein Boykott war für die Spieler offenbar kein Thema mehr. "Wir spielen, egal unter welchem Trainer. Wir spielen für die Landesehre", hatte Stürmerstar Emmanuel Adebayor vom englischen Champions-League-Finalisten Arsenal London erklärt.

Bei Südkorea glaubt Nationaltrainer Advocaat an einen ähnlichen Erfolg wie vor vier Jahren unter seinem niederländischen Landsmann Guus Hiddink. "Ich bin sicher, dass wir dieses Ergebnis auch ohne Heimvorteil wiederholen können. Körperlich ist die Mannschaft sogar in einem noch besseren Zustand", sagte der 58-Jährige, der an Deutschland aus seiner Zeit als Trainer beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach aber keine guten Erinnerungen hat.

"Platz vier schwer zu erreichen"

Der von Advocaat nicht berücksichtigte Neu-Mainzer Du-Ri Cha hat an einem weiteren Husarenstreich der "Taeguk Warriors" allerdings seine Zweifel. "Wenn man realistisch ist, dürfte Platz vier nur schwer zu erreichen sein", erklärte der Sohn von Fußball-Idol Bum-Kun Cha.

In der Vorbereitung konnten die "Roten" beim 1:3 gegen WM-Konkurrent Ghana nicht überzeugen. Doch davon lässt sich Ji-Sung Park, der nach einer Knöchelverletzung rechtzeitig fit ist, nicht beeindrucken. "Wir werden gewinnen", tönte der Mittelfeldrenner von Manchester United. Um ins Achtelfinale einzuziehen, ist ein Sieg auch Pflicht. Denn in Ex-Weltmeister Frankreich und der Schweiz warten in der Gruppe G wohl noch schwerere Gegner.

© SID

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