Mittelfeld-Regisseur trotz Blessuren voller Zuversicht
Spielmacher von Einsatz gegen Costa Rica überzeugt

Die rechte Wade von Michael Ballack ist derzeit das Thema Nr. 1 in der Vorbereitung auf das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica. Der DFB-Kapitän hat am Dienstag im Kraftraum trainiert und geht von einem Einsatz aus.

Michael Ballack geht fest von seinem Einsatz aus, wenn die deutsche Nationalmannschaft im WM-Eröffnungsspiel am kommenden Freitag in München gegen Costa Rica (18.00 Uhr/live im ZDF) antritt. "Ich war heute morgen schon im Kraftraum. Ich gehe davon aus, dass ich am Freitag spielen kann", erklärte der DFB-Kapitän am Dienstagmittag in Berlin, wo die deutsche Mannschaft ihr WM-Quartier aufgeschlagen hat.

Auf das Training am Dienstagnachmittag musste der 29-Jährige aber ebenso verzichten, wie Torhüter Timo Hildebrand vom VfB Stuttgart. "Michael macht Fortschritte, aber er ist noch nicht voll belastbar. Wir hoffen, dass er am Mittwoch wieder voll in Mannschaftstraining einsteigen kann", sagte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Hildebrand blieb unterdessen wegen Rückenproblemen im Hotel.

"Medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren"

Ballack hatte schon am Montagnachmittag wegen einer Muskelverhärtung in der rechten Wade auf die erste Trainingseinheit der DFB-Auswahl im Amateurstadion von Hertha BSC Berlin verzichten müssen und war stattdessen im Hotel behandelt worden. "Unsere medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren. Wir sind überzeugt davon, dass Michael gegen Costa Rica auflaufen kann", sagte auch Joachim Löw, der Assistent von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. "Das hat schon auf die Stimmung gedrückt", ließ Löw dennoch im Hinblick auf Ballacks Wade verlauten. Der lädierte Muskel wurde laut Löw "stundenlang" behandelt: "Eine Wadenverletzung birgt immer ein gewisses Risiko. Wir werden alles dafür tun, dass Michael einsatzfähig sein wird. Wir wissen, wie wichtig er für uns alle ist."

Ballack stellt sich seiner Verantwortung

Dies weiß der künftige England-Legionär von Chelsea London selbst. Ballack ist sich darüber durchaus bewusst, welch hoher Druck bei der WM im eigenen Land auf seinen Schultern lastet. Aber er stelle sich dieser Erwartung: "Ich will gut Fußball spielen und hoffe, dass ich gut vorbereitet bin. Meine Aufgabe ist es natürlich auch, auf die Mannschaft zu schauen und Verantwortung zu übernehmen. Da sind Spieler wie ich gefragt."

Entsprechend befinden sich Klinsmann und Löw im ständigen Dialog mit ihrem Kapitän. Auch die nach dem Japan-Spiel (2:2) öffentlich geäußerte Systemkritik von Ballack nahm sich die sportliche Leitung zu Herzen und änderte bei der Generalprobe gegen Kolumbien (3:0) auf Wunsch ihres Führungsspielers die Grundausrichtung, auch wenn dies natürlich keiner einräumen will. Noch würde der Trainerstab über die Taktik entscheiden, meinte Löw. Entscheidend sei letztendlich ohnhehin die Disziplin, mit der die Mannschaft spielen würde. Und da hätte das Team gegen Kolumbien einen "wichtigen Schritt" gemacht.

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