Fußball
Möglicherweise milde Strafe für Ante Sapina

Ante Sapina kann im Zusammenhang mit dem Wett- und Manipulationsskandal möglicherweise mit einer milden Strafe rechnen. Ein psychologisches Gutachten hat dem Hauptangeklagten Spielsucht bescheinigt.

Der Hauptangeklagte im Prozess um den Wett- und Manipulationsskandal im deutschen Fußball, Ante Sapina, könnte noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen. Ein psychiatrisches Gutachten, welches das Gericht über die Schuldfähigkeit des Angeklagten eingeholt hat, bescheinigt Ante Sapina nach Informationen der Tageszeitung Die Welt eine Spielsucht, die zu verminderter Schuldfähigkeit führen kann. Sollte das Gericht dem Gutachten folgen, erwartet Sapina ein milderes Strafmaß.

Sapina "pathologischer Spieler"

Das Gutachten wurde auf Anregung der Verteidiger Sapinas vom Gericht in Auftrag gegeben und von Werner Platz, Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik der Berliner Humboldt-Universität, erstellt. Demnach erfüllt Ante Sapina die Kriterien, die ihn zu einem "pathologischen Spieler" machen. Spielsucht ist seit 1990 eine anerkannte Suchterkrankung.

Die Staatsanwaltschaft wirft Ante Sapina gewerbsmäßigen Betrug in 42 Fällen vor. In elf Fällen davon soll es zwischen ihm und dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer zu Absprachen über Spielmanipulationen gekommen sein.

© SID

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