Mönchengladbach entdeckt Snapchat
Wie ein Bundesliga-Klub junge Fans gewinnt

Zehn Sekunden gucken, und dann ist das Bild weg. So funktioniert Snapchat. Junge Leute lieben diese schnelle Form der Mülleimer-Kommunikation. Und deshalb wird die Plattform nun auch Thema für Klubs in der Bundesliga.
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KölnFans sind die Währung von Fußballvereinen. Je mehr sie haben, umso besser für das Geschäft. Denn die Anhänger gehen nicht nur ins Stadion. Sie kaufen Trikots und schauen die Spiele im TV oder im Netz. Und qualifizieren sich so als attraktives Werbeziel für Unternehmen. Eine große Fanschar zieht daher auch die Gelder von Sponsoren aus der Wirtschaft an.

Alle Bundesligisten sind daher bereits seit Jahren auch in den sozialen Netzwerken aktiv: Facebook, Twitter und Youtube sind inzwischen Standard. Auch am Bildernetzwerk Instagram kommt kaum ein Profiverein noch vorbei, zumal diese Plattform auch bei den Spielern selbst beliebt ist.

Doch was macht ein Fußballklub wie Borussia Mönchengladbach auf Snapchat?

Ältere Jahrgänge kennen diese Handy-App womöglich gar nicht. Unter Teenagern ist sie dagegen inzwischen ein Hit – genauso wie unter Finanzhaien. Manche taxieren den Wert des relativ jungen Unternehmens bereits auf mehr als 15 Milliarden Dollar. Eine Ursache dafür ist die gewaltige Beliebtheit bei jungen Leuten in Amerika.

Weltweit nutzen inzwischen mehr als 200 Millionen Menschen diesen Dienst, der mit solchen Zahlen zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Etablierten wird. Snapchat hat dabei eine – zunächst absonderlich klingende – Eigenart: Die versendeten Bilder verschwinden nach einer bis zehn Sekunden, also relativ schnell. Und sind nach einem Tag nicht mehr auffindbar.

„Es zählt das Hier und Jetzt“, erklärte Björn Kames vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach auf dem Sport-Fachkongress „Sponsors Summit“ in Köln. Seit September 2014 sind die Borussen auf dieser Plattform aktiv, die nur über Smartphones hochgeladen und angesehen werden kann. Es zielt also, wie Kames es ausdrückte, „auf einen schnellen Blick“ ab, nichts Dauerhaftes.

Anteil der Snapchat-Nutzer in ausgewählten Ländern 2014

in Prozent

Anteil der Snapchat-Nutzer nach Altersgruppen 2014

in Prozent


Für Menschen, die alles kontrollieren und perfekt machen wollen, ist dieser Dienst also nichts. Snapchat ist spontaner als andere soziale Medien. Es macht nichts, wenn ein Bild mal aus der Hüfte geschossen wurde – nach ein paar Sekunden ist es ja wieder weg. Dennoch eignet sich auch Snapchat für Aktionen, wie Kames festgestellt hat.

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Wie ein Bundesliga-Klub junge Fans gewinnt

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Was die Borussia auf Snapchat verrät

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