Mohammed Aliabadi sorgt für Aufregung
Iranischer Vizepräsident besucht Eröffnungsspiel

Mohammed Aliabadi hat seinen Besuch für das Eröffnungsspiel in München sowie für das Gruppenspiel des Iran gegen Mexiko angemeldet. In München und Nürnberg stellt man sich auf eine höhere Gefährdungssituation ein. Bereits zuvor hatte der umstrittene iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad seine Ankunft bei einem möglichen Achtelfinaleinzug des Irans angekündigt.

HB NÜRNBERG. Der iranische Vizepräsident Mohammed Aliabadi wird zum Eröffnungsspiel der WM am Freitag nach München sowie zum ersten Spiel der iranischen Mannschaft am Sonntag nach Nürnberg kommen. Das bestätigte die Polizei am Mittwoch in Nürnberg. Ob auch Irans umstrittener Präsident Mahmud Ahmadinedschad zur WM in Deutschland kommt, bleibt weiter unklar. Am Wochenende hatte der Staatschef angekündigt, er werde das Team besuchen, wenn es das Achtelfinale erreicht.

Mit der Visite Aliabadis gewinnt das Spiel Mexiko gegen Iran am Sonntag im Nürnberger Franken-Stadion eine besondere Brisanz. Die Israelitische Kultusgemeinde, die Iranische Gesellschaft in Deutschland und Amnesty International haben bereits seit längerem für Sonntag in Nürnberg zu Demonstrationen gegen die Politik Ahmadinedschads aufgerufen. Die Polizei sprach am Mittwoch von einer "abstrakten höheren Gefährdungssituation". Das Gastrecht Aliabadis werde jedoch genauso geschützt wie das eines jeden anderen Staatsgastes.

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) sagte, die Stadt werden die iranischen Spieler genauso herzlich empfangen wie die anderen Mannschaften. Er werde jedoch deutlich machen, "dass wir die Äußerungen des iranischen Präsidenten zum Existenzrecht Israels nicht dulden und seine Atompolitik nicht billigen können", sagte Maly.

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