Motivator Klinsmann
Klinsmann hält seine Männer auf Finalkurs

Auch die Sperre von Torsten Frings kann die deutsche Nationalmannschaft nicht vom Finalkurs abbringen. Heute im Halbfinale gegen Italien soll einmal mehr das Dortmunder Publikum die DFB-Elf ins Endspiel tragen.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat vor dem WM-Halbfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien in Dortmund (21.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) trotz der Sperre für Mittelfeldspieler Torsten Frings keine Zweifel am Erfolg: "Wir sind sicher, dass wir die nächste Hürde nehmen und Italien schlagen."

Die Italiener haben bei einer WM noch nie gegen Deutschland verloren und hatten zuletzt am 1. März den "Klinsmännern" beim 4:1 in Florenz eine Lehrstunde erteilt. Doch der Bundestrainer betonte, dass diese Statistik ebensowenig wie das Ballyhoo um Torsten Frings die Vorbereitung der DFB-Auswahl auf das Halbfinale belaste.

"Statistik interessiert uns nicht"

"Diese Statistik interessiert uns nicht, wir haben jetzt eine ganz andere Mannschaft. Auch das Thema Frings hat keine Unruhe bei uns reingebracht, wir konzentrieren uns nur auf unseren Job. Und der ist, dass wir am Dienstag ein gutes und erfolgreiches Fußballspiel abliefern", sagte Klinsmann.

Dem Bundestrainer bereitet der Ausfall des Bremer Mittelfeldspielers kein Kopfzerbrechen. "Es gibt kein Problem, alle stehen Gewehr bei Fuß. Wir sind für alle Situationen vorbereitet und deshalb nach wie vor auch sehr zuversichtlich", meinte Klinsmann, der erst gar keine Personaldiskussion zuließ.

Alternativen stehen Gewehr bei Fuß

Frings hatte nach dem Viertelfinale gegen Argentinien (4:2 i.E.) im allgemeinen Getümmel Julio Cruz mit der Faust ins Gesicht geschlagen, was die Fifa nun als Tätlichkeit ahndete.

Kapitän Michael Ballack bestätigte, dass die möglichen Frings-Alternativen Tim Borowski und Sebastian Kehl der deutschen Leistung keinen Abbruch tun würden: "Egal, wer reinkommt, die Mannschaft funktioniert. Uns ist überhaupt nicht bange. Tim hat im bisherigen Turnierverlauf schon gute Leistungen gezeigt, und Sebastian kann diese Rolle genauso gut spielen."

Kapitän Michael Ballack versuchte in ungewöhnlicher Form, kurz vor dem Abflug des DFB-Teams von Berlin nach Dortmund noch einmal das Letzte aus seinen Kollegen herauszukitzeln: "Vor kurzer Zeit haben uns die Italiener noch klar dominiert. Sie haben die Nationalmannschaft 4:1 geschlagen und in der Champions League auch die Bayern mit 4:1", erinnerte der Ex-Bayer an das Münchner Debakel beim AC Mailand. Folglich gäbe es nur eine Schlussfolgerung: "Alle Vorzeichen sprechen für Italien. Wir haben eigentlich keine Chance. Das ist wunderbar", sagte der England-Legionär mit ironischem Unterton.

Dann fielen dem deutschen Spielführer aber doch noch drei triftige Gründe ein, warum man die schwarze Serie gegen die "Squadra Azzurra" beenden wird. "Wir sind erstens gut drauf, haben zweitens ein unglaubliches Selbstvertrauen und spielen zudem in Dortmund mit einer Wand im Rücken, die uns von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen wird."

© SID

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