Fußball
MV macht sich für Talent Nuri Sahin stark

Nachdem das türkische Supertalent Nuri Sahin von Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende als jüngster Spieler aller Zeiten in der Bundesliga debütierte, versucht jetzt auch der DFB, den 16-Jährigen ins Boot zu holen.

Das türkische Nachwuchstalent Nuri Sahin von Bundesligist Borussia Dortmund ist zurzeit in aller Munde. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder sieht indes gute Chancen, den 16-Jährigen, der am vergangenen Wochenende als bislang jüngster Spieler aller Zeiten sein Debüt in der Bundesliga gab, demnächst im deutschen Trikot spielen zu sehen. Bisher spielte Sahin nur für die türkischen Jugend-Nationalmannschaften und war mit der "U17" Europameister geworden.

"Wir laden ihn gerne wieder zu einem Lehrgang ein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass er für Deutschland spielen möchte. Er ist in Deutschland aufgewachsen, er hat in Deutschland Fußball spielen gelernt, warum also sollte er nicht für Deutschland spielen?", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Auch Theo Zwanziger, der Geschäftsführende DFB-Präsident, sprach sich für Einsätze des BVB-Talents im deutschen Trikot aus. "Ich bin der Auffassung, dass man sich um einen guten jungen Spieler, ganz gleich welcher Staatsbürger er ist, der in Deutschland aufgewachsen und von unseren Klubs ausgebildet worden ist und der die Klasse mitbringt, in der deutschen Nationalmannschaft spielen zu können, bemühen sollte", sagte Zwanziger dem Internetanbieter Sport1.de.

Fifa-Statuten erlauben Wechsel zwischen zwei Verbänden bis zum 21. Lebensjahr

Nach den Statuten des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) ist einem Spieler ein Wechsel zwischen zwei Verbänden bis zur Vollendung seines 21. Lebensjahres gestattet. Grundvoraussetzung dafür ist neben der Annahme der Staatsbürgerschaft des betreffenden Landes auch die Tatsache, dass er bis zum Zeitpunkt des Wechsels noch kein A-Länderspiel für das Land bestritten hat, für das er im Nachwuchsbereich zum Einsatz kam.

Der nach Sahins Bundesliga-Debüt geäußerten Kritik am DFB, die Talente des Türken nicht erkannt und dementsprechend gehandelt zu haben, trat "MV" entschlossen entgegen: "Nuri Sahin wurde von DFB-Trainer Jörg Daniel im "U16"-Bereich zu einem Lehrgang eingeladen und als sehr guter Spieler erkannt. Leider hat er seinerzeit mitgeteilt, dass er für die türkische Nationalmannschaft spielen will. Dieser Wunsch wurde respektiert." Sollte Sahin seine Meinung allerdings geändert haben und für den DFB spielen wollen, stehen ihm beim DFB alle Türen offen.

"Ich bin von seinen Fähigkeiten absolut überzeugt. Deshalb habe ich natürlich großes Interesse, dass Nuri für Deutschland spielt. Wir werden seine Entwicklung deshalb weiterhin beobachten", sagte "U18"-Trainer und Nachwuchskoordinator Michael Skibbe.

© SID

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