Nach Asamoah-Affäre auf Schalke
Bordon will Maulwurf das Handwerk legen

Für Marcelo Bordon steht nach der Affäre um Gerald Asamoah eindeutig fest, dass sich in der Mannschaft von Schalke 04 ein Maulwurf befindet. Das würde nach Meinung des Kapitän dazu führen, dass trotz der individuellen Qualität der Spieler "kein eingeschworenes Team" auf dem Platz steht. "Wir können gemeinsam zwar Siege feiern. Doch bezweifle ich, dass nach derzeitigem Stand dauerhafter Erfolg möglich ist. Weil wir weiterhin einen Maulwurf in der Mannschaft haben. Bevor der nicht gefunden ist, werden immer neue Probleme auftauchen", gab der Brasilianer gegenüber der Zeitschrift Sport Bild (Mittwoch-Ausgabe) bekannt.

Demjenigen, der laut Bordon Interna über die Suspendierung von Nationalspieler Gerald Asamoah für das Berlin-Spiel preisgegeben haben soll, drohte der Brasilianer: "Irgendwann macht der Maulwurf einen Fehler, und die Wahrheit kommt ans Licht. Dann muss der Verein knallhart durchgreifen."

Zuvor waren bereits interne Informationen, als sich Asamoah abfällig über Trainer Mirko Slomka geäußert hatte, dem Schalker Management zugespielt worden. Diese Infos sollen angeblich über Halil Altintop und dessen Berater Roger Wittmann bei Manager Andreas Müller gelandet sein.

"Der Informant kann nur aus der Mannschaft kommen"

Bordon glaubt jedoch, einen weiteren "Maulwurf" bei den Königsblauen ausgemacht zu haben. "Ein oder zwei Tage nach der Suspendierung von Gerald Asamoah stand plötzlich der komplette Ablauf dieses Vorgangs in der Zeitung. Mit allen Details. Das ist unglaublich. Der Informant kann nur aus der Mannschaft kommen", sagte der Südamerikaner: "Solange es diesen Maulwurf gibt, kann es kein uneingeschränktes Vertrauen zwischen den einzelnen Spielern geben. Doch genau das macht ein echtes Team erst aus. Daran müssen wir noch hart arbeiten."

Bordon sieht den sportlichen Erfolg seines Klubs gefährdet. "Der Sieg über Wolfsburg war aus sportlicher Sicht sehr wichtig für Schalke, löst aber nicht unsere eigentlichen Probleme. Die liegen viel tiefer", meinte der Abwehrchef.

© SID

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