Nach Beschwerden von Abgeordneten
EU nimmt WM-Ticket-Verkauf unter die Lupe

Die Europäische Kommission wird den Verkauf von Tickets für die Spiele der Fußball-WM in Deutschland genauer unter die Lupe nehmen. Sie will erneut prüfen, ob der Weltfußballverband Fifa beim Verkauf gegen EU-Recht verstößt. Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Mittwoch, man gehe einer Beschwerde von Abgeordneten des Europäischen Parlaments nach.

HB BRüSSEL. Diese hatten sich bei der Kommission beschwert, dass Bewerber für ein Ticket im Voraus bezahlen müssen - ohne Garantie, bei der Auslosung Anfang 2006 tatsächlich zum Zuge zu kommen. Die Behörde hatte die Zahlungsmodalitäten der Fifa erst im Mai nach Änderungen durch den Verband akzeptiert.

Die Beschwerde sei nicht nur von einer Person vorgetragen worden, sagte ein Sprecher der Kommission am Mittwoch in Brüssel. "Wir haben noch kein Ergebnis. Wir gehen der Sache aktiv nach", sagte er.

Die Abgeordneten bemängeln, dass Interessenten WM-Tickets im voraus bezahlen müssten, ohne zu wissen, ob sie zum Zuge kommen. Das Geld jener Fans, die keine Eintrittskarten erhielten, werde erst nach dem Turnier im Juli 2006 zurückerstattet. In der Zwischenzeit könnten sie nicht über ihr Geld verfügen. Außerdem müssten Interessenten, die keine Karte bekommen, eine Gebühr zahlen, die nicht zurückgezahlt werde.

Die Karten werden teilweise über ein Lotterie-System vergeben. Um daran teilzunehmen, müssen Interessenten den vollen Betrag für das Ticket überweisen. Sollten sie am Ende leer ausgehen, wird ihnen laut Fifa-Internet-Seite eine Gebühr von fünf Euro berechnet.

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