Nach Debakel gegen Spanien
Ukraines Star Schewtschenko versprüht Zuversicht

Andrej Schewtschenko ist sich sicher, dass die Ukraine im zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien einen Sieg erlangen wird. "Wir müssen so in die Partie gehen, als wäre es unsere allerletzte Chance", sagte der Star.

Nach der herben Auftakt-Niederlage gegen Spanien ist Ukraines Superstar Andrej Schewtschenko vor dem WM-Gruppenspiel am Montag in Hamburg gegen Saudi-Arabien (18.00 Uhr) nun fest vom Weiterkommen seiner Mannschaft überzeugt: "Wir müssen so in die Partie gehen, als wäre es unsere allerletzte Chance. Dann schaffen wir es. Wir bereiten uns gründlich auf die Partie vor", erklärte der 29 Jahre alte Stümer im Potsdamer WM-Quartier.

"Ich bin glücklich, dass ich gegen Spanien 90 Minuten spielen konnte, nachdem ich zuvor so viele Wochen nicht spielen konnte", sagte "Schewa", der in den Testspielen der Vorbereitung wegen einer Knieverletzung oftmals geschont wurde. "Meine Kondition ist noch nicht bei 100 Prozent, aber ich benötige jetzt unbedingt Spielpraxis."

Schewtschenko tankte Kraft bei einem Ausflug

Beim 0:4 im ersten Spiel gegen Spanien habe die Mannschaft nach Meinung des Ausnahme-Spielers "viele Fehler gemacht". Jetzt aber werden die Karten neu gemischt. "In der Vorbereitung hat unsere Mannschaft gut verteidigt, aber gegen Spanien lief hinten nichts zusammen. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir verstehen, warum wir so schlecht waren."

Neue Kraft tankte Schewtschenko bei einem Ausflug mit seiner Familie. Vater Nikolaj war in den 60-er und 70-er Jahren als Offizier für die sowjetische Armee in einem Dorf 70 Kilometer von Potsdam entfernt stationiert. "Wir haben das Haus besucht, in dem unsere Familie zehn Jahre lang gewohnt hat. Meine Schwester war zwei Jahre alt, als wir wegzogen. Jetzt wohnen dort andere Leute. Deshalb waren wir vorsichtig", berichtet Schewtschenko, der in Potsdam gezeugt worden sein soll.

Prominentes Lob für den Superstar

Für das Ausbleiben größerer Überraschungen bei der WM hat Schewtschenko auch eine Erklärung: "Die europäischen Teams sind die führenden Mannschaften. Sie haben die guten Spieler und Trainer. Die Top-Spieler der großen Mannschaften sind bislang von Verletzungen verschont geblieben, deshalb gab es keine Sensationen", sagte der Angreifer, dessen Mannschaft vor dem Turnier als "Geheimfavorit" gehandelt wurde.

Großes Lob erhielt Schewtschenko von Präsident Grigori Surkis des ukrainischen Fußball-Verbandes: "Andrej ist ein absoluter Profi und hat gezeigt, dass auch ukrainische Spieler weit kommen können." Ankündigungen, wonach Spieler wegen schlechter Leistungen nach Hause geschickt werden sollen, dementierte Surkis: "Davon kann nicht die Rede sein. Wir müssen der Mannschaft Zeit geben."

© SID

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