Nach dem 2:2 gegen Deutschland sehen die Gauchos keinen Grund zur Traurigkeit
Argentinier feiern Party im Mannschaftsbus

Obwohl sie am Dienstagabend gegen das deutsche Team den Gruppensieg verpassten, feierten die Argentinier hernach eine WM-Reife Party in ihrem Mannschaftsbus. Derweil zeigten die „Klinsmänner“ großen Respekt vor der Leistung Riquelmes, dem Superstar der „Gauchos“.

HB NÜRNBERG. Auf dem Spielfeld deuteten sie ihr Können nur phasenweise an, in Hochform zeigten sich Argentiniens Fußballstars jedoch nach dem 2:2 (1:1) gegen Deutschland. In ihrem Mannschaftsbus feierten die Südamerikaner kurz vor Mitternacht eine ausgelassene Party, als hätten sie nicht den Gruppensieg beim Confederations Cup verspielt, sondern gerade den Weltmeistertitel gewonnen. Mit nacktem Oberkörper tanzten Juan Román Riquelme, Martin Demichelis und Kapitän Juan Pablo Sorin mit ihren Kollegen in dem bedenklich wackelnden Gefährt. Von der kurz zuvor von ihrem Trainer José Nestor Pekerman beklagten Müdigkeit seiner Akteure war am späten Dienstagabend in Nürnberg jedenfalls nichts mehr zu sehen.

Hätten die Argentinier auch gegen die DFB-Elf solchen Einsatz gezeigt, wäre für sie wohl mehr als das Remis möglich gewesen. Der Ärger über den verpassten Gruppensieg hielt sich aber in Grenzen. "Ich fühle mich sehr wohl, vor allem wegen der zweiten Halbzeit. Die Mannschaft wird immer besser. So kann ich mir gut vorstellen, ins Finale einzuziehen", sagte der erneut überzeugend agierende Superstar Riquelme. Die auch schon nach den Siegen gegen Tunesien (2:1) und Australien (4:2) vollführten Freudentänze im Mannschaftsbus sind für den Mittelfeldmann Indiz für ein intaktes Team. "Es ist ein Traum, wie wir zusammenhalten, das hilft uns auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2006", sagte Riquelme.

Am Mittwoch gab es für Riquelme gleich den nächsten Grund zur Freude, wurde er doch endgültig vom FC Barcelona an den FC Villarreal transferiert. Beim von ihm in die Qualifikation zur Champions League geführten Provinzclub hatte er als Leihspieler zu alter Stärke gefunden und bekommt nun Bewunderung sogar von seinen Gegnern. "Es ist eine Augenweide ihm zuzuschauen", sagte Michael Ballack. Und Sebastian Deisler geriet selbst über ein Gegentor ins Schwärmen: "Weltklasse, wie der Freistoß geschossen war. Das ist einfach ein Klassespieler", sagte er über Riquelmes Treffer zum 1:1.

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