Nach dem Neuaufbau
Chefscout Siegenthaler glaubt an sich und den DFB

Chefscout Urs Siegenthaler sieht den DFB auf einem insgesamt guten Weg. Daran nicht ganz unbeteiligt sei auch seine eigene Arbeit, schließlich habe man in Deutschland jahrelang einiges versäumt, so der Schweizer.

Für unwichtig hält Urs Siegenthaler seine eigene Arbeit als Chefscout des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) definitiv nicht: "Die Nationalmannschaft wurde dreimal Weltmeister, daher war es aus Sicht des Erfolges gar nicht notwendig, sich Gedanken über die Position eines Scouts zu machen. Nach zwei Jahren meiner Arbeit beim DFB wird zumindest festgehalten, dass mein Job nötig ist - im Allgemeinen wie auch für den Prozess des Fortschitts und der Entwicklung", sagte der 59-Jährige in einem Interview mit der Schweizer Nachrichtenagentur Si.

Der Schweizer monierte aber den jahrelangen Stillstand beim DFB. "Was wir jetzt tun, machen andere seit zehn Jahren. Wir sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen", erklärte Siegenthaler und ergänzte: "Deutschland hat sich politisch und wirtschaftlich nach dem Zweiten Weltkrieg sehr stark entwickelt und nicht nur im Sport große Erfolge erreicht. Dass die Konkurrenz aufholte, wollte man lange Zeit nicht wahrhaben. Im Sinne des Neuaufbaus und der Entwicklung des Fußballs waren die Erfolge 1996 und 2002 nicht förderlich."

Neue Datenbank werde höchsten Ansprüchen gerecht

Für die Zukunft sieht der Scout den DFB unterdessen gut aufgestellt. "Den Herren Zwanziger und Mayer-Vorfelder und meinem direkten Ansprechpartner im Nationalteam Oliver Bierhoff muss ich ein großes Kompliment machen. Sie folgten meinen Ideen und haben die Kosten nach außen vertreten. So haben wir mittlerweile eine Datenbank erstellt, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Jetzt könnte eigentlich der Startschuss für 2010 fallen."

Siegenthaler lobte vor dem WM-Achtelfinale gegen Schweden am Samstag (17.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) in München auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Er sei ein starker Motivator, der die Qualität besitze, delegieren zu können. Klinsmann wisse zudem, was er nicht könne.

© SID

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