Nach dem Titelgewinn
Justizminister fordert milde Strafen

Seit dem vierten Titelgewinn der italienischen Fußball-Nationalmannschaft herrscht in dem Land Euphoriestimmung. Nun verlangt der Justizminister milde Strafen im Fußball-Bestechungsskandal. Unterdessen hat Profi Materazzi zugegeben, den Franzosen Zidane provoziert zu haben.

HB ROM. Nach den großen Feierlichkeiten am Montag hat Italiens Justizminister Clemente Mastella seine Forderung nach einer Strafmilderung im Manipulationsskandal bekräftigt. „Ich verlange keine Amnestie, denke aber, dass der Sieg der Italiener in Berlin berücksichtigt werden muss“, sagte Mastella.

Es gebe verschiedene Wege, um zu bestrafen. Die Entscheidung, die am Dienstagabend erwartet wurde, dürfe nicht die Tifosi, börsennotierte Gesellschaften und Anleger treffen, erklärte der Minister in der Tageszeitung La Repubblica.

Gegen mildere Strafen sprach sich unterdessen Regierungschef Romano Prodi aus. „Dieser Sport hat genaue Regeln und muss gesäubert werden“, sagte der Ministerpräsident beim Empfang der Squadra Azzurra in Rom.

Der Italiener Marco Materazzi hat zugegeben, den Franzosen Zidane vor dessen Kopfstoß im Finale des WM-Endspiels provoziert zu haben. „Er war unverschämt, da habe ich ihn beleidigt“, sagte der 32-Jährige Verteidiger von Inter Mailand der „La Gazzetta dello Sport“. Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin war Zidane nach einem Kopfstoß gegen Materazzi mit der Roten Karte bestraft worden. Der Italiener betonte, dass Zidane mit dem Streit angefangen habe.

Nachdem er Zidane für wenige Sekunden am Trikot gehalten habe, habe der ihm von oben herab in unverschämter Art und Weise gesagt, „wenn du mein Trikot wirklich willst, bekommst du es nachher“, berichtete Materazzi. Daraufhin habe er ihn beleidigt. „Ich habe Worte benutzt, die auf einem Fußballplatz ständig zu hören sind“, sagte der Italiener nach dem 5:3-Finalsieg im Elfmeterschießen.

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