Nach der politischen Unabhängigkeit
Serbisches Nationalteam plant Weg zur EM 2008

Serbien und Montenegro werden künftig mit zwei eigenständigen Nationalmannschaften antreten. Das serbische Team plant inzwischen schon seinen Weg zur EM 2008, Montenegros Ziel ist hingegen die WM 2010.

Das montenegrinische Wahlvolk hat sich am 21. Mai 2006 für die Unabhängigkeit von Serbien entschieden. Folglich wird der Teilstaat auch im Fußball künftig mit einer eigenen Nationalmannschaft antreten. Das Team von Serbien bestreitet sein erstes Länderspiel am 16. August in Prag gegen Tschechien. Das bestätigte Verbandspräsident Tomislav Karadzic im WM-Teamquartier Serbien und Montenegros in Billerbeck.

Die Serben peilen eine Qualifikation für die Em2008 in Österreich und der Schweiz an. Montenegro wird nach der Abspaltung von Serbien voraussichtlich erst zur WM-Qualifikation 2010 mit einer eigenen Mannschaft in einem Wettbewerb antreten.

Serbien und Montenegro hatte bei seinem ersten und letzten WM-Auftritt unter einer Flagge nach Niederlagen gegen die Niederlande (0:1) und Argentinien (0:6) vorzeitig die Qualifikation für das Achtelfinale verpasst. Beim letzten gemeinsamen Auftritt der ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken ist am kommenden Mittwoch die Elfenbeinküste der Gegner.

Unterdessen hat die Delegation von Serbien und Montenegro nach dem bislang völlig enttäuschenden WM-Auftritt eine "Flucht" aus Deutschland angekündigt. "Eigentlich wollten wir erst am Freitag nach Belgrad zurückkehren, aber wir versuchen alles, um schon am Mittwochabend direkt nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste nach Hause fliegen zu können", meinte Verbandspräsident Tomislav Karadzic: "Ich wüsste nicht, was uns hier noch halten soll."

Der verletzte Abwehrspieler Nemanja Vidic sowie die gesperrten Mateja Kezman und Ognjen Koroman haben das Teamquartier in Billerbeck mit Erlaubnis der Delegationsleitung genau wie einige Funktionäre bereits verlassen. Der Präsident kündigte an, dass am 28. Juni in Belgrad die WM ausführlich analysiert werde und erst danach auch personelle Entscheidungen fallen würden. Trainer Ilija Petkovic zieht genau wie einige Spieler einen Rücktritt in Erwägung.

Nachdem Montenegro seine Unabhängigkeit von Serbien beschlossen hat, gehen beide Länder auch sportlich getrennte Wege. Ob Karadzic auch im serbischen Verband ein Amt bekleiden wird, ließ er offen. Präsident des serbischen Verbandes, der beim Länderspiel am 16. August in Prag gegen Tschechien sein Debüt auf internationaler Ebene feiert, ist Zvezdan Terzic.

© SID

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