Nach der Waden-Verletzung
Ballack wehrt sich gegen „Rufmord“

Michael Ballack, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, wehrt sich gegen die momentan aufkommenden Vorwürfe, durch nachlässiges Verhalten eine rechtzeitige Behandlung seiner Wadenverletzung versäumt zu haben.

Ballack, der kommende Saison bei Chelsea London spielt, hatte sich am Freitagabend beim letzten Testspiel gegen Kolumbien verletzt, war aber trotzdem in das freie Pfingstwochenende zu seiner Familie gefahren. Am Montag meldete der 29-Jährige nach Ankunft im Berliner WM-Quartier, dass er leicht angeschlagen ist. Zwei Trainingseinheiten musste der 65-fache Nationalspieler ausfallen lassen. Am Mittwochabend brach er das Training ab.

"Entgegen allen Spekulationen und Aussagen bin ich nach dem Länderspiel gegen Kolumbien beschwerdefrei nach Hause gefahren. Erstmals habe ich am Sonntagabend leichte Muskelprobleme verspürt. Daraufhin habe ich mich am Montag unmittelbar nach der Ankunft in unserem Berliner WM-Quartier bei der medizinischen Abteilung des DFB in Behandlung gegeben. Ich wehre mich gegen alle Unterstellungen, unprofessionell gehandelt zu haben. Solche Behauptungen sind eine absolute Frechheit. Es ist fast schon eine Rufschädigung, wie über mich gesprochen und was über mich verbreitet wird", äußerte Ballack am Donnerstag nach der Ankunft der DFB-Auswahl in München.

Gleichzeitig betonte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler: "Ich tue seit Sonntag alles, um schnellstmöglich fit zu werden. Die WM ist das größte Ereignis meiner bisherigen Karriere. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir auch weiterhin daran arbeiten, dass ich so schnell wie möglich wieder spielen kann."

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hofft ebenfalls auf eine baldige Genesung seines Kapitäns: "Für uns ist das wichtigste, dass er so schnell wie möglich gesund wird", betonte der 41-Jährige. Er hoffe, dass Ballack beim zweiten WM-Spiel gegen Polen zur Verfügung stehe. Klinsmann sagte, dass Ballack seine Verletzung unterschätzt habe. In der Mannschaft sei aber keiner böse auf ihn, weil er sich nicht sofort nach dem Kolumbien-Spiel in Behandlung begeben hat.

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