Nach Ellbogen-Check gegen Kießling
Kontrollausschuss will Wörns fünf Spiele sperren

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) demonstriert im Fall Christian Wörns Härte. Wie Bundesligist Borussia Dortmund auf seiner Internet-Homepage mitteilte, will der DFB-Kontrollausschuss den BVB-Manndecker fünf Spiele sperren.

Damit soll ein Ellbogeneinsatz von Wörns gegen seinen Nürnberger Gegenspieler Stefan Kießling am 31. Spieltag geahndet werden. Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass der Kontrollausschuss für den ebenfalls aufgefallenen Bremer Johan Micoud, der mit zwei Schalker Spielern aneinander geraten war, drei Spiele Sperre beantragt hat.

Wie der DFB mitteilte, wird es nun am 4. Mai zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht kommen. Bis dahin sind beide Profis spielberechtigt, da sie nach ihren vermeintlichen Tätlichkeiten nicht vom jeweiligen Schiedsrichter bestraft worden waren.

Wie Bremens Clubführung hält auch die Dortmunder Vereinsspitze das beantragte Strafmaß für überzogen: „Eine so lange Sperre akzeptieren wir nicht. Es besteht noch erheblicher Klärungsbedarf“, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball zum „Fall Wörns“.

In der Nachspielzeit der Partie gegen Nürnberg hatte Wörns seinen Gegenspieler Kießling mit dem Ellbogen geblockt und ihn im Anschluss sogar der Schauspielerei bezichtigt. Von diesem Vorwurf hat sich der Ex-Nationalspieler der Dortmunder mittlerweile distanziert und sich bei Kießling telefonisch entschuldigt. Kießling selbst hatte Wörns' Attacke nach dem Abpfiff nicht als Tätlichkeit, sondern als „Foul“ eingestuft.

Dem Bremer Micoud wird verdächtigt, in der 30. Minute gegen Schalke 04 seinem Gegenspieler Christian Poulsen bewusst mit der linken Hand in den Genitalbereich gegriffen zu haben. Die Unparteiischen hatten die Vergehen vor Ort nicht geahndet, da sie die Szenen nach eigenen Aussagen nicht gesehen hatten. Der DFB- Kontrollausschuss kam nach Sichtung der TV-Bilder zu seiner Forderung nach fünf bzw. drei Spielen Sperre.

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