Nach hochverdientem 2:0-Sieg über Schweden steht Deutschland im WM-Viertelfinale
Deutschland besteht den Elch-Test

Mit einer beeindruckenden Leistung hat die deutsche Nationalmannschaft im Achtelfinale der WM den Elch-Test gegen die Elf aus Schweden bestanden. Vor allem der Angriff des DFB-Teams dabei eine fast schon beängstigende Stärke und empfahl sich für höhere Aufgaben.

MÜNCHEN. Es ist geschafft! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Samstag in der ausverkauften Münchener WM-Arena ihr Achtelfinale gegen Schweden mit 2:0 gewonnen. Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft trifft die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nun am 30. Juni in Berlin entweder auf Argentinien oder Mexiko. Die Fußballparty kann also weitergehen.

In dem nur in der ersten Halbzeit sehr guten Spiel erzielte Jungstürmer Lukas Podolski beide Tore. Die Schweden spielten ab der 35. Minute nach einer Gelb-Roten Karte nur noch mit zehn Mann und verschossen zu Beginn der zweiten Hälfte einen Elfmeter. Verloren haben die Nordeuropäer das Spiel allerdings mit elf Mann. Mit dem Sieg hat sich die deutsche Mannschaft für eine historische Niederlage gerächt. Auf den Tag vor 48 Jahren hatte Deutschland bei der WM 1958 in Schweden gegen den Gastgeber im Halbfinale mit 1:3 verloren.

Und die Operation "Viertelfinale" 2006 hätte besser nicht beginnen können: Gerade einmal 13 Minuten waren gespielt, da führte die Mannschaft von Jürgen Klinsmann - er hatte wieder die Startelf von Ecuador auf den Rasen geschickt, nur Metzelder spielte für Huth - bereits mit 2:0. Die Fans sangen "Ihr seid nur ein Möbellieferant" und der Bundestrainer hüpfte jubelnd wie ein Gummiball durch seine Coaching-Zone. Vor dem Spiel hatte er noch gesagt: "Nun beginnt die wahre WM". Wenn das die wahre WM ist, dann scheint sie der deutschen Mannschaft und ihrem Trainer so richtig Spaß zu machen.

Allen voran Lukas Podolski hatte großen Spaß. Bei dem Stürmer vom 1. FC Köln, der auf dem Rasen seines künftigen Heimatvereins Bayern München spielte, schien der Knoten nach seinem Tor zum 3:0 gegen Ecuador geplatzt. Beim 1:0 gegen die Schweden war er - wie es sich für einen guten Stürmer gehört-genau zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Michael Ballack (bald Chelsea) hatte Miroslav Klose bedient. Der Stürmer von Werder Bremen dribbelte in den Strafraum, setzte sich gegen zwei Schweden durch. Doch Torwart Isaksson (Rennes) warf sich ihm vor der Füße, brachte Klose zu Fall, spielte aber auch den Ball. Den schoss der herangestürmte Podolski mit seinem schwachen rechten Fuß, Teddy Lucic von Haecken brachte noch den Kopf an den Ball, doch der Schuss von Podolski war zu hart - Tor! Nach nur vier Minuten. Riesenjubel in der Münchener Arena.

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