Nach „Merkel-Doping“
Alle Kraft auf USA-Spiel

Nach den aufmunternden Worten im Kanzleramt braucht Jürgen Klinsmann unbedingt positive Taten seiner Nationalspieler gegen die USA, damit die große WM-Koalition nicht gleich wieder ins Wackeln gerät.

dpa BERLIN. "Wir haben jetzt viel gesprochen, das war wichtig. Aber jetzt gilt alle Konzentration dem Fußball und dem nächsten Länderspiel", sagte der Bundestraine. Für den erneut am Knie verletzten Sebastian Deisler, der schon zu einer Arthroskopie in die USA geflogen ist, will Klinsmann keinen Ersatz nachnominieren. Allerdings ist auch Deislers Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger an einer fiebrigen Grippe erkrankt, so dass der Bundestrainer womöglich doch noch zum Handeln gezwungen wird.

Klinsmann kann nicht nur mit der deutlichen Rückendeckung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seine risikoreiche WM-Mission fortsetzen. Er darf für die kommenden heißen Wochen bis zum WM-Start am 9. Juni in München gegen Costa Rica auch auf einen neuen Frieden mit "Kaiser" Franz Beckenbauer hoffen. Als "völlig problemlos" ordnete Klinsmann das Berliner Gespräch mit dem WM-Chef ein, der zuvor Arbeitsmethoden und Wohnort des Bundestrainers sowie die Fortschritte der Mannschaft heftig kritisiert hatte.



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"Es hat gestern eine kleine Aussprache gegeben - zwei Minuten, dann war das Thema vom Tisch", berichtete Klinsmann bei einem Jugendfußball-Forum in Sankt Leon-Rot. Im Berliner Hotel "Adlon" haben der WM-Chef und der deutsche Cheftrainer offenbar eine neue Allianz geschmiedet, die allerdings in Dortmund bei der angesagten Wiedergutmachung für Florenz gleich wieder auf den Prüfstand kommt. Zumal Beckenbauer bei der Partie als ZDF-Experte zum Mikrofon greifen und das Geschehen auf dem Rasen kommentieren wird.

Die sportliche Leitung ist sich bewusst, dass die Partie gegen den WM-Teilnehmer USA nach der 1:4-Pleite in Italien und den anschließenden Debatten trotz des legalen "Merkel-Dopings" weiter eine besondere Bedeutung hat. Nur ein begeisternder Auftritt und ein positives Resultat können für die benötigte WM-Stimmung im eigenen Land sorgen. "Wenn wir 5:0 gewinnen, wird die Stimmung umschlagen, da sind wir schon fast wieder Weltmeister", sagte selbst Klinsmann- Kritiker Stefan Effenberg.

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