Nach Niederlagen gegen Italien
Klinsmann erhält Rückendeckung

Das große Ziel, erneut einen WM-Titel für Deutschland zu gewinnen, hat Jürgen Klinsmann mit seiner jungen Projekt-Elf zwar verfehlt. Dennoch sind Fans und Experten einer Meinung: Der mutige Fußballreformer aus Kalifornien muss bleiben. Auch die deutschen Nationalspieler haben sich in punkto Klinsmann bereits festgelegt.

HB DORTMUND/BERLIN. Wenn es nach der Meinung der deutschen Nationalspieler geht, dann ist die Frage nach Jürgen Klinsmanns beruflicher Zukunft bereits beantwortet. Die DFB-Kicker machten sich in ihren ersten Aussagen nach der Partie für eine Zukunft mit dem derzeitigen Bundetrainer stark. "Ich bin der festen Überzeugung, dass er weitermacht", sagte der Münchner Philipp Lahm . "Ich hoffe natürlich, dass er weitermacht", erklärte der Dortmunder Abwehrspieler Christoph Metzelder unisono, "das Wichtigste ist aber, dass der DFB eine gewisse Philosophie beibehält, die jetzt angestoßen wurde, unabhängig von Personen."

Sogar der argentinische Weltmeister-Trainer und Fußballphilosoph, César Luis Menotti, zeigte sich von Klinsmanns Arbeit und den Auftritten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft tief beeindruckt. "Ich hatte Einiges vom neuen Klinsmann-Stil gehört. Aber was ich gesehen habe, ist eine wahre, historische Revolution", sagte Menotti.

Ob Klinsmann sein erklärtes Ziel, auch als Trainer Weltmeister zu werden, neu in Angriff nehmen wird, bleibt trotz des guten Zuredens ungewiss. "Momentan weiß ich es selber nicht. Ich will jetzt ein paar Tage durchschnaufen. Ich muss mich erst mal selber finden und alles etwas sacken lassen", sagte der 41-Jährige auf die Frage nach seiner Zukunft als Bundestrainer.

Klinsmann sagte, er freue sich zwar, dass er für seine Arbeit Komplimente, Respekt und Anerkennung bekommen habe. Dennoch stelle sich die Frage nach seiner beruflichen Perspektive aktuell nicht: "Daran verschwende ich derzeit keinen Gedanken. In der nächsten Woche werde ich mich mit meiner Frau zusammensetzen und darüber sprechen. Gebt mir ein paar Momente Zeit."

Erstmal ist für Klinsmann das "kleine Finale" am Samstag wichtig: "Man muss nun die Jungs wieder aufrichten."

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