Nach Putschversuch in Türkei
Fußballverband wirft Funktionäre und Schiedsrichter raus

Die „Säuberungen“ in der Türkei machen auch vor dem Fußballverband keinen Halt. Dieser gab die Entlassung von 94 Mitgliedern bekannt, darunter sollen allerdings nicht nur Funktionäre sein.

IstanbulDer gescheiterte Putschversuch in der Türkei hat nun auch personelle Konsequenzen in den Reihen des Türkischen Fußballverbands (TFF). Der Verband gab am Dienstagabend die Entlassung von 94 Mitgliedern bekannt. Unter den Entlassenen seien Schiedsrichter und Funktionäre auf regionaler und nationaler Ebene. Die Entlassungen seien von dem Verband „für notwendig erachtet“ worden, hieß es in einer Erklärung ohne nähere Angaben.

Die Spitze des Fußballverbands hatte vor einigen Tagen geschlossen seine Ämter zur Verfügung gestellt, um eine „Sicherheitsüberprüfung“ der Amtsträger zu ermöglichen, wie sie damals erklärte. Dabei ging es offenbar insbesondere darum, Anhänger des islamischen Prediger Fethullah Gülen in den Reihen des TFF zu identifizieren. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht diesen für den Umsturzversuch verantwortlich.

Die Namen der nun entlassenen Verbandsmitglieder wurden zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der Zeitung „Hürriyet“ befindet sich unter ihnen auch ein Schiedsrichter aus der ersten türkischen Liga.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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