Nach rassistischen Schmährufen
50 000 Euro Strafe für Aachen, 19 000 für Gladbach

Alemannia Aachen und Borussia Mönchengladbach werden wegen der rassistischen Vorfälle beim Aufeinandertreffen der beiden Bundesligisten am vierten Spieltag zur Kasse gebeten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte gegen den Aufsteiger aus Aachen wegen unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe in Höhe von 50 000 Euro, Gladbach muss 19 000 Euro zahlen. Beide Vereine haben dem Urteil zugestimmt, es ist somit rechtskräftig.

Der Kontrollausschuss hatte ursprünglich 75 000 Euro Geldstrafe für Aachen und 25 000 Euro für Gladbach gefordert. Das Sportgericht berücksichtigte bei der Reduzierung der Bußen offenbar strafmildernde Argumente der beiden Vereine. DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte in einem Interview zuletzt damit gedroht, dass es bei erneuten Verfehlungen auch zu einer Heimpartie unter Ausschluss der Öffentlichkeit, einem so genannten "Geisterspiel", kommen könne.

Beim Meisterschaftsspiel zwischen Aachen und Mönchengladbach am 16. September 2006 auf dem Tivoli wurde über eine längere Zeit zunächst der Mönchengladbacher Spieler Kahe aus dem Aachener Fan-Block mit rassistischen Rufen ("Asylant") bedacht. Danach war es aus dem Mönchengladbacher Fan-Block ebenfalls zu rassistischen Äußerungen gegenüber dem Aachener Spieler Moses Sichone aus Sambia gekommen.

Nach der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal hatte das DFB-Sportgericht bereits gegen die zweite Mannschaft von Hansa Rostock eine Geldstrafe von 20 000 Euro sowie ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Oberliga Nordost verhängt. Damit hatte das Sportgericht auf das "Affengebrüll" gegen Nationalspieler Gerald Asamoah beim Spiel gegen Schalke 04 reagiert.

© SID

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