Nach Sperre für WM-Halbfinale
Frings dachte an Rücktritt

dpa BRATISLAVA. Torsten Frings hat nach dem verpassten Einzug ins Finale der Fußball-Weltmeisterschaft an einen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft gedacht.

Auslöser war die 0:2-Niederlage nach Verlängerung im Halbfinale gegen Italien, bei der der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler vom SV Werder Bremen nicht mitspielen durfte. Frings war vom Weltverband (Fifa) nach einer Rangelei im Anschluss an das Viertelfinale gegen Argentinien für ein Spiel gesperrt worden.

Nach der Partie in Dortmund sei er „völlig leer“ gewesen und habe keine Lust mehr verspürt. „Das war der Tiefpunkt. Ich wollte alles hinschmeißen, nie mehr für Deutschland spielen. Ich wollte zurücktreten. Die Fifa hat mich gesperrt, mir in dem Moment alles, aber auch alles gestohlen, was man sich in einer Nationalelf-Karriere erträumen kann“, sagte Frings einen Tag vor dem EM- Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl in Bratislava gegen die Slowakei in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.

Im Urlaub habe er zwei Wochen lang über seine Rücktritts-Absichten nachgedacht, ehe er sich doch zum Weitermachen entschloss. „Dann wusste ich: Diese Elf ist zu geil, um alles zu beenden.“ Frings, der seit seinem Debüt am 27. Februar 2001 in Paris gegen Frankreich (0:1) insgesamt 61 Länderspiele für Deutschland bestritt, hat sich neue Ziele mit der Nationalmannschaft gesetzt. 2008 habe man „die Chance, Europameister zu werden“. Und bei der nächsten WM 2010 in Südafrika will er nach dem verlorenen Finale 2002 und Rang drei in diesem Sommer „den nächsten Angriff“ auf den WM-Titel starten.

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