Nach Stockwurf in Hamburg
Fangnetze in den WM-Stadien bleiben

Der Trommelstockwurf von Hamburg hat erste Konsequenzen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nach sich gezogen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Trommelstockwurf von Hamburg hat erste Konsequenzen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nach sich gezogen. "Wir haben im Organisationskomitee darüber diskutiert, ob wir in den WM-Stadien die Fangnetze hinter den Toren abnehmen können. Nach diesem Vorfall können wir uns das nicht leisten" sagte Wolfgang Niersbach, Vizepräsident des Organisationskomitees, am Sonntag in der DSF-Sendung "Doppelpass".

Beim Bundesligaspiel des Hamburger SV gegen den 1. FC Köln war HSV-Spieler Alexander Laas am Samstag von einem aus dem Gäste- Fanblock geworfenen Trommelstock am Kopf verletzt worden. Niersbach erwartet durch den Vorfall jedoch keine negativen Auswirkungen für die WM-Endrunde, die am kommenden Freitag in Leipzig ausgelost wird. "Es handelt sich um einen Einzelfall, den man nie ganz ausschließen kann. Ich sehe die WM nicht in Gefahr", erklärte Niersbach.

Der OK-Vizepräsident machte einmal mehr deutlich, dass der Sicherheit bei der WM höchste Priorität eingeräumt werde. Zusätzlich zu den Kontrollen an den Stadioneingängen, wo Detektoren wie an Flughäfen zum Einsatz kommen, werde es einen äußeren Sicherheitsring geben. Dort sollen die Fans, aber auch Ehrengäste und Journalisten, einer ersten Überprüfung unterzogen werden.

"Die Maßnahmen sind nötig, weil Einzelne sich nicht an die Regeln halten und das System unterlaufen wollen. Wir werden uns aber bemühen, die Atmosphäre nicht durch zu viele Kontrollen zu zerstören. Wir freuen uns, wenn Stimmung gemacht wird", sagte Niersbach. Das OK wisse um die hohen Erwartungen und habe keine Angst, diesen nicht gerecht werden zu können. "Natürlich ist das ein schmaler Grat, aber wir fühlen uns nicht verunsichert", so der OK-Vizepräsident.

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