Nachrichten-Technik von Ervocom unterstützt die WM-Schiedsrichter
Drahtlos, aber alles andere als ratlos

Die Nachrichten-Technik der Schweizer Firma Ervocom liefert höchst erfolgreich jene orange-gelben Signalfahnen, mit denen die Linienrichter winken, wenn der Ball ins Aus oder Abseits gerät. Kaum ein Fan ahnt, dass es diese Wimpel in sich haben.

Die WM-Maschinerie rollt. Milliarden von Zuschauern, Milliarden-Umsatz, 32 Mannschaften, zwölf Stadien, am Ende ein Sieger-Team. Und pro Spiel ein Schiedsrichter und zwei Assistenten. Um die geht es einer kleinen Firma mit Sitz in Wangen, dort wo die flachen Wellen des lang gestreckten Zürichsees langsam und völlig erfolglos gegen die Berge des Alpenmassivs plätschern. Ervocom dagegen liefert höchst erfolgreich jene orange-gelben Signalfahnen, mit denen die Linienrichter winken, wenn der Ball ins Aus oder Abseits gerät.

Kaum ein Fan ahnt, dass es diese Wimpel in sich haben. Wenn ein Linienrichter sie schwenkt, ertönt aus dem Empfangsteil, das der Schiedsrichter unter seinem "Leibchen" trägt, ein Signal, das durch seine Tonlage dem Mann mit der Pfeife mitteilt, welcher Assistent gerade gewunken hat. Dafür, dass die Technik im Getümmel eines Endspiels und bei vor Spannung schweißnassen Händen fehlerfrei funktioniert, sorgt Ervocom.

Die Legende will es, dass Bill Gates auch so angefangen hat wie Erich Vogt, aus dessen ersten beiden Namensbuchstaben die Firmenbezeichnung Ervocom zusammengesetzt ist: in einer Garage. Während Gates ein Imperium schuf, das manch einen argwöhnen lässt, haben Vogt und sein Geschäftspartner ein schmuckloses, schachtelförmiges Haus neben die Garage gesetzt. Hier tüfteln der studierte Nachrichtentechniker und seine sieben Mitarbeiter an neuen Lösungen für Kommunikationssysteme. Mit 250 000 Schweizer Franken (160 000 Euro) machen die Fußballflaggen rund zehn Prozent seines Umsatzes aus. Sie wurden hier entwickelt und werden laufend verbessert, produziert werden sie bei einer Firma im Tessin. Der Löwenanteil des Umsatzes stammt von anderswo: Ervocom rüstet etwa die Schweizer Kantonspolizei mit Geräten aus, die den Standort der Polizeiwagen jederzeit auf den Bildschirmen in der Einsatzzentrale sichtbar machen. In Deutschland werden mit der Schweizer Technik Achterbahnen drahtlos gesteuert. Es sind die kleinen Nischen, die die Eidgenossen erfolgreich besetzen.

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