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Bremen gewinnt in Mainz: Eiskalte Werderaner machen Boden gut

Mit einem Sieg beim FSV Mainz 05 meldet sich Werder Bremen in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga zurück: Top-Torjäger Claudio Pizarro brachte Werder mit seinem 150. Bundesliga-Tor auf die Siegerstraße.

Werder jubelt über Pizarros zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer. Mainz findet sich nach der Niederlage im Tabellenkeller wieder. Quelle: dpa
Werder jubelt über Pizarros zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer. Mainz findet sich nach der Niederlage im Tabellenkeller wieder. Quelle: dpa

MainzDer Pokal-Erfolg ist wirkungslos verpufft, die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga geht ungebremst weiter: Der FSV Mainz 05 muss sich langsam aber sicher auf den Abstiegskampf einstellen. Drei Tage nach dem Sieg im DFB-Pokal bei Hannover 96 (1:0 n.V.) unterlagen die seit nunmehr neun Punktspielen sieglosen Mainzer trotz einer Führung 1:3 (1:1) gegen Werder Bremen. Entsprechend frustriert zeigte sich Mainz-Cheftrainer Thomas Tuchel nach dem Abpfiff: „Ich habe keine Lust mehr, über das gute Spiel meiner Mannschaft zu reden. Seit neun Wochen geht das so. Wir sollten mal anfangen zu gewinnen und uns zu belohnen. Wir müssen uns nun neu aufstellen, um neues Vertrauen zu bekommen.“

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Dabei hatte das Spiel für die Mainzer vielversprechend begonnen: Innenverteidiger Niko Bungert traf in der 23. Minute zur verdienten Führung für den FSV, der seinen Heimspiel-Negativrekord auf fünf Niederlagen hintereinander ausbaute und am Sonntag auf einen Abstiegsplatz abrutschen kann. Doch Torjäger Claudio Pizarro sorgte mit seinem 150. Bundesliga-Treffer für den Ausgleich (29.) zugunsten der Bremer, die den ersten Sieg nach drei Partien ohne Erfolg feierten und auf den vierten Rang kletterten. Pizarro ist der 13. Profi in der Liga-Geschichte, der diese Marke erreicht hat. Aaron Hunt stellte mit einem Traumtor (46.) die Weichen auf einen Werder-Sieg. Für den Schlusspunkt sorgte Sebastian Prödl (78.).

Die Bilder zum Spieltag Beeindruckende Bayern, eiskalte Bremer

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„Wir haben uns dumm angestellt, obwohl wir gut angefangen haben. Das 1:1 war unnötig. Wenn man nach der Halbzeit direkt ein Gegentor kassiert, ist das wie ein Genickschlag“, sagte Bungert. Werder-Trainer Thomas Schaaf ergänzte: „Wir können noch besser kombinieren. Die Mannschaft hat sich aber gut ins Spiel gebracht. Sie hat die Chancen des Gegners begrenzt, wenn wir noch ballsicherer werden, wird es noch besser. Man muss punkten, um in der Gruppe dabei zu bleiben. Deshalb war es wichtig, die Punkte heute einzufahren.“

Vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Mainzer Arena stand etwas überraschend Christian Wetklo zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison im Tor der Gastgeber. Im Pokalspiel war der Ersatzkeeper mit einem gehaltenen Elfmeter in der Schlusssekunde der Verlängerung und einer starken Leistung der Matchwinner. In den bisherigen zehn Ligaspielen hatte Stammtorhüter Heinz Müller im FSV-Gehäuse gestanden und sich keine gravierenden Aussetzer erlaubt.

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Die Gastgeber bestimmten in der Anfangsphase das Geschehen. Hochkarätige Chancen konnten sich die Mainzer aber trotz ihrer Feldüberlegenheit zunächst nicht erarbeiten. Die Bremer konzentrierten sich zu Beginn auf die Defensive. In der Offensive hatte das Team von Trainer Thomas Schaaf, der den Brasilianer Wesley unter der Woche frühzeitig vom Trainingsplatz geschickt und den Mittelfeldspieler wegen mangelhafter Einstellung aus dem Kader gestrichen hatte, kaum etwas zu bieten.

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