
Auch in den Straßen von Kapstadt regierte die Fifa mit beachtlicher Rigorosität. Aus der Umgebung der Stadien vertrieb sie etwa Straßenhändler – damit diese nicht den offiziellen Sponsoren Konkurrenz machen konnten. Die Fifa schließt vor jeder WM mit verschiedenen Firmen exklusive Sponsoring-Verträge ab. Diesmal waren es 20 Vertragspartner, darunter Adidas, Coca-Cola und der Autohersteller Hyundai Kia.
Beim Bau der Stadien spielte der Weltverband ebenfalls seine Macht aus: In Kapstadt bestand die Fifa auf einem Neubau, statt eine bestehende Arena zu modernisieren. Die Ausgaben schossen in die Höhe: 1,4 Mrd. Euro sollen die Stadien den südafrikanischen Staat gekostet haben. Ob sich die Investitionen für das Land langfristig rechnen werden, ist ungewiss bis unwahrscheinlich. Blatter nennt die neuen Spielstätten dennoch „Juwelen“.
Blatter weiß nicht nur, wie man Geld verdient. Er weiß auch, wie man Strippen zieht. Beim Fifa-Kongress vor dem diesjährigen Turnier verkündete er eine Sonderausschüttung in zweistelliger Millionenhöhe an die Mitgliedsverbände. Gleichzeitig kündigte er an – nicht ganz zufällig, sagen seine Kritiker –, erneut für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Einige werfen ihm nun vor, sich die Stimmen der Verbände mit Geschenken sichern zu wollen. Aber die Verbände sind froh über diese Geschenke. Blatters Stärke sind nun einmal die Profite, die er für seinen Verband Jahr für Jahr erwirtschaftet.
Auch die Schlussbilanz der WM 2010 ist beeindruckend. Runde 3,2 Mrd. Dollar hat der Verband mit der Vermarktung der WM eingenommen. Die Vermarktung des nächsten Turniers läuft bereits auf Hochtouren: 3,8 Mrd. Dollar erwartet die Fifa aus dem Verkauf der Fernseh- und Werberechte der WM in Brasilien 2014. Unaufhaltsam wächst das Eigenkapital von Blatters Organisation – auf inzwischen über eine Mrd. Dollar.
Die Fifa wird Südafrika in dieser Woche mit Koffern voller Geld verlassen. Blatter schwärmte denn auch schon vor dem Brutalo-Finale: „Was für eine wunderbare Weltmeisterschaft.“
Na klar, wird die FiFA mit Koffern voller Geld Südafrika verlassen. Man hat doch der FiFA lange genug zugeschaut und die Praktiken stillschweigend
hingenommen. Wie kann es sein, dass sich ein Staat aufdiktieren lässt, dass er keine Steuern verlangen kann oder dass vorhandene Stadien nicht genutzt werden dürfen. Wenn nicht die Menschen endlich anfangen, solchen gierigen Profitjägern das Handwerk zu legen, wird alles beim Alten bleiben.
an Norbert:
hingehen sagen wir fliegen: No chance.
Zu Amateurspielen gehe ich.
Gehen wir zurueck zur basis. Und wenn wir da fuer was zahlen, dann wissen wir fuer wen und wofuer. Das ist ehrlich. Das wollen wir.
Rainer
Rainer
an den Denkerist:
beste Abwehr ist: seinen Fernseher abschalten und bezahlt TV kuendigen. Man bezahlt da dafuer, dass einem Sendungen einschliesslich commericals um die Augen und in die Ohren geblasen werden, fuer die wiederum jemand anderes bezahlt hat.
Eine total manipulierte Welt. Medien haben keinen informationswert mehr, sie sind reine interessensverwerter. Und wir werden missbraucht.
Schoene Neue Welt.
Rainer
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