
Zeit Online: Frau Fitschen, ist eine Welt ohne Marketing vorstellbar?
Doris Fitschen: Werbung ist ein Motor der Wirtschaft. Wir werden täglich mit sehr vielen Werbebotschaften konfrontiert. Das Thema spielt in unserem Leben eine sehr große Rolle.
Mittlerweile ja auch im Fußball. Sie haben zu Beginn des Jahres für die DFB-Frauennationalmannschaft erstmals Marketing-Tage veranstaltet. Was muss man sich darunter vorstellen?
Wir haben zwei Tage lang Werbespots gedreht, Fotoshootings gemacht, waren nur für die Sponsoren da. Die knappe Zeit war eine echte Herausforderung. Außerdem waren einige unserer Protagonistinnen, Silvia Neid, Birgit Prinz, Lira Bajramaj und Alexandra Popp nur an einem Tag dabei, weil sie am ersten Tag bei der Fifa-Gala in Zürich waren. Wir mussten also sämtliche Werbesports an einem Tag drehen. Sieben Stück.
Das klingt nach Stress. Jammert die eine oder andere Spielerin auch mal?
Für die Spielerinnen war es anstrengend. Sie machen das ja nicht jeden Tag, stundenlang konzentriert vor der Kamera zu posieren. Ich glaube aber, es hat allen Spaß gemacht.
Sie haben mal gesagt, sie wollen die Marke Frauenfußball emotionalisieren. Was heißt das?
Bislang kennt man die Spielerinnen nur als Fußballerinnen. Aber dahinter stecken interessante Persönlichkeiten. Die wollen wir mehr herausstellen, die Spots und Fotoshootings tragen einen großen Teil dazu bei.