
Der FC Bayern hat sein erstes Etappenziel der Saison erreicht. Mit dem 3:1-Sieg über den FC Villarreal haben die Münchener vorzeitig ihr Achtelfinal-Ticket gelöst.

Trainer Jupp Heynckes hat bereits vor dem Spiel alle Hände voll zu tun. Hier erfüllt der Bayern-Coach die Autogrammwünsche einiger Fans. Kurz darauf durfte der Champions-League-Sieger von 1998 mit Real Madrid bereits das erste Mal jubeln...

... denn seine Bayern erwischten gegen die bislang noch punktlosen Spanier einen Auftakt nach Maß. Bereits nach zwei Minuten schaltet Toni Kroos nach einem schweren Fehlpass der Gäste am schnellsten und setzt mit einem schönen Pass gekonnt Franck Ribéry in Szene.

Dem genügt lediglich eine einzige Ballberührung. Mit einem sehenswerten Lupfer netzt der Franzose zur frühen Führung für die Münchener ein. Villarreals Verteidiger kommen zu spät.

Der Dribbelkünstler weiß, bei wem er sich für die maßgenaue Vorlage bedanken muss. Im Hintergrund feiern Mario Gomez (l.) und David Alaba, der gegen Villarreal wieder in die Startelf rutschte.

Der wiedergenesene Arjen Robben durfte wie schon bei der Niederlage am Samstag in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund gegen Villarreal erneut von Beginn an auflaufen. Hier ärgert sich der niederländische Top-Stürmer über eine vergebene Chance.

Die Iberer liefen im ersten Durchgang zumeist nur hinterher. Hier beschwert sich Abwehrspieler Joan Oriol bei seinen Teamkollegen.

Die schienen den Weckruf Oriols offenbar nicht zu hören, denn nach 24 Minuten klingelte es erneut im Kasten der Gäste. Mario Gomez steht nach einem Abpraller goldrichtig - allerdings auch knapp im Abseits. Der Unparteiische aus Schweden gibt das Tor trotzdem.

In der zweiten Halbzeit machen die Bayern zunächst dort weiter, wo sie vor dem Pausentee aufgehört hatten. Doch ein Fehlpass von Toni Kroos bringt das „Gelbe U-Boot“ wie aus dem Nichts wieder heran. Joan Oriols Flanke nach dem Ballverlust findet in der Mitte Jonathan de Guzman, der aus elf Metern eiskalt einschiebt.

In der Folge wurde Villarreal etwas stärker und gestaltete die Partie ausgeglichener. Hier setzt sich Borja Valero (M.) gegen Franck Ribéry und Anatoli Timoschtschuk durch.
Der FC Bayern hat sein erstes Etappenziel der Saison erreicht. Mit dem 3:1-Sieg über den FC Villarreal haben die Münchener vorzeitig ihr Achtelfinal-Ticket gelöst.
MünchenDank Franck Ribery hat Bayern München in der Champions League die erste Etappe auf dem Weg zum Traumziel „Finale 2012“ souverän gemeistert. Der deutsche Fußball-Rekordmeister erreichte durch ein müheloses und verdientes 3:1 (2:0) gegen den FC Villarreal als Gruppensieger vorzeitig das Achtelfinale der Königsklasse und betrieb damit auch Wiedergutmachung für das 0:1 in der Liga gegen Borussia Dortmund.
„Wir sind stolz und glücklich, dass wir unser Ziel bereits einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase erreicht haben. Franck Ribery war überragend“, sagte Torjäger Mario Gomez.
Drei Tage nach der Niederlage gegen den BVB zeigte sich der FC Bayern in einer deutlich besseren Verfassung und qualifizierte sich zum 14. Mal seit Einführung der Champions League mindestens für das Achtelfinale.
Ein starker Ribery brachte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gegen den schwachen Tabellenzwölften der Primera Division bereits nach drei Minuten in Führung. Gomez erhöhte in der 23. Minute mit seinem sechsten Saisontreffer in der Königsklasse auf 2: 0. Jonathan de Guzman erzielte in der 50. Minute den Anschlusstreffer, ehe erneut Ribery für die Entscheidung sorgte (69. ). Beide Ribery-Treffer bereitete Toni Kroos glänzend vor.
Am 7. Dezember können es die Bayern nun zum Abschluss der Gruppenphase bei Manchester City ruhig angehen lassen, denn ihnen ist der wichtige Platz eins in Gruppe A nun nicht mehr zu nehmen. Dadurch gehen die Münchner in der K.o.-Runde zunächst den vermeintlich Großen aus dem Weg und haben zudem im Rückspiel Heimrecht. Für Villarreal ist nach der fünften Pleite in Folge das Kapitel Europapokal in dieser Saison bereits beendet.
Dass die Bayern sich den Einzug in die K.o.-Runde nicht mehr nehmen lassen, stand vor 66.000 Zuschauern schon frühzeitig fest. Dabei sollte sich die Maßnahme von Heynckes, den kreativen Kroos wieder in die Offensivzentrale zu beordern und zunächst auf Nationalspieler Thomas Müller zu verzichten, schnell auszahlen.