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FC Bayern: Die rote Geldmaschine aus München

Ein Fußballverein mit großen Erfolgen – und ein Unternehmen mit MDax-Format: Der FC Bayern München jagt das eigene Rekordergebnis. Die Konkurrenz wurde nicht nur sportlich deklassiert.

Düsseldorf/MünchenRot ist beim FC Bayern nur das Trikot - und manchmal der Kopf von Präsident Uli Hoeneß. Auf der Hauptversammlung kann der streitlustige Fußballmanager allerdings meist gelassen bleiben, wenn er vor die Mitglieder tritt. Der wirtschaftlichen Ausnahmestellung der Bayern haben die zwei titellosen Jahre nicht geschadet. Im Gegenteil: Der Rekordmeister aus München kann einen neuen Rekordumsatz für die abgelaufene Spielzeit vermelden. Im Geschäftsjahr 2011/12 erlöste die FC Bayern AG insgesamt 332,2 Millionen Euro - so viel wie noch nie. Unter dem Strich fuhr der FCB nach Abzug aller Steuern einen Gewinn von 11,1 Millionen Euro ein.

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Sportlich verlief die vergangene Saison mit Platz zwei in der Bundesliga und den Niederlagen in den Endspielen im DFB-Pokal- und in der Champions League enttäuschend. Drei zweite Plätz, "das mag für viele Klubs okay sein, für uns sollte es nicht zur Norm werden. Es war mehr drin, und diesen Vorwurf muss sich der FC Bayern dann auch mal gefallen lassen", sagte Rummenigge.
So standen auf der gewaltigen Bühne im Audi Dome nur der Supercup und der DFB-Pokal der Frauen - irgendwann aber soll die wichtigste Trophäe wieder dort präsentiert werden. Rummenigge sagte mit Blick auf die Champions League: "Ich bin überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahren noch einmal unsere Chance bekommen und sie dann auch nutzen werden."

Kommentar Eine Gefahr für die Bundesliga

Der FC Bayern legt ein Rekordergebnis vor und wird zur Geldmaschine in Europa. Das klingt nach einer guten Nachricht für den deutschen Fußball. Doch die Dominanz der Bayern ist gefährlich für die Bundesliga.

Mehr als 165 Millionen Euro investiert den FCB jährlich ins Personal - was sich der Branchenprimus auch deshalb leisten kann, weil er vergangene Saison allein in der Champions League rund 60 Millionen Euro verdiente. Bemerkenswert hoch ist auch das Eigenkapital von 278,3 Millionen Euro, was einer Quote von 77,5 Prozent entspricht. „Ein im Weltfußball wohl einmaliger Wert“, meinte Hopfner.
Experten halten den FC Bayern München für den Verein in Europa, der am solidesten wirtschaftet: „„Der Club ist zwar nicht der umsatzstärkste Verein, aber seit fünf Jahren unter den Top fünf der Europäischen Clubs. Er ist nicht von vermögenden Einzelpersonen abhängig und vor allem bei der Profitabilität braucht der FC Bayern keinen Vergleich zu fürchten“, sagt Karten Hollasch, Leiter der Sport Business Gruppe bei Beratungsunternehmen Deloitte.

Hoeneß-Sprüche „Das ist populistische Scheiße!“

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Das gilt insbesondere auch für die Verschuldungs-Situation. Neuzugänge bezahlt der Rekordmeister im Gegensatz zu vielen anderen Größen der Branche vom Festgeldkonto. nur das Stadion muss noch abbezahlt werden. Doch hier kommt der Verein sogar schneller voran als geplant. Zum anderen betont Hollasch, dass der FC Bayern sehr gut dasteht: „„Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Vereinen muss man sich in München wenig Sorgen machen wegen der Verschuldung.“

Angesichts dieser Werte konnten es sich die Münchener wie in diesem Sommer erlauben, kräftig ins Risiko zu gehen. 72,6 Millionen Euro wurden für Neuzugänge hingeblättert, also für Javier Martinez (40 Millionen Euro), Mario Mandzukic (13 Millionen Euro), Xherdan Shaqiri (11,8 Millionen Euro) und Dante (4,7 Millionen Euro) sowie den Jungspieler Mitchel Weiser (800.000 Euro). Die neuen Spieler sind im Schnitt 23,3 Jahre alt - eine Investition in die Zukunft.

  • 15.11.2012, 21:57 UhrSchuischel

    Hat ja sehr viel miteinander zu tun...

  • 15.11.2012, 22:27 UhrSteuerzahler

    Wie doof muß man sein, um mit Kanonen auf Spatzen zu schießen???
    Den Mitarbeitern der Sponsoren wird der gerechte Lohn vorenthalten um kickenden Jungmillionären den Geldsack zu füllen.Und das alles nur um die Profilneurosen einiger alter Säcke zu befriedigen!!!
    Der Rest der bayrischen Kicker geht dafür auf dem Zahnfleisch!!

  • 15.11.2012, 23:20 Uhrkarstenberwanger

    Lustig dass man die Gaza Themen hier nicht kommentieren darf :D absolut krank...

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