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FC Bayern München: Wann hat Uli Hoeneß ausgefeiert?

exklusiv Auch als Champions-League-Sieger verfolgt den Bayern-Präsidenten die Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung. Die Aufsichtsräte des Vereins wollen „den Verlauf des Verfahrens abwarten“. Es könnte eine Schonfrist sein.

Uli Hoeneß (Mitte) bei der Bayern-Party nach dem Champions-League-Sieg in London im Grosvenor House mit Bastian Schweinsteiger und dem Siegerpokal. Quelle: dpa
Uli Hoeneß (Mitte) bei der Bayern-Party nach dem Champions-League-Sieg in London im Grosvenor House mit Bastian Schweinsteiger und dem Siegerpokal. Quelle: dpa

London/DüsseldorfIn dem Moment, als ihm, dem Architekten des Champions-League-Siegs des FC Bayern München, das erste Mal der Pokal aus Reihen der Mannschaft gereicht wird, ist Uli Hoeneß zurückhaltend. Der Präsident des Vereins greift zwar dann doch zu den Henkeln – und die wenigen Sekunden auf der Anzeigetafel im Londoner Wembley-Stadion reichen, dass im Bayern-Fanblock „Uli, Uli“-Sprechchöre anschwellen. Doch gleichzeitig gellt im Dortmunder Block ein Pfeifkonzert.

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Schrill wird in Erinnerung gerufen, dass Hoeneß in diesem Moment des Triumphs wohl nicht aus Bescheidenheit auf übertriebenen Jubel verzichtet. Seine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung lastet trotz des Triumphs auf ihm. Den „Pott“ reicht er umgehend an Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge weiter, der dann den Pokal mit ausgestreckten Armen in den Himmel reißt.

Hoeneß ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere und gleichzeitig auf dem Tiefpunkt. Immer wieder hat er sich als Moralapostel positioniert, seine Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit hat ihm Bewunderer und Hasser eingebracht. Der prominenteste Steuersünder des Landes steht unter einem besonderen Schutz. „Wir warten den Gang des Verfahrens ab“, sagt ein Mitglied des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG Handelsblatt Online nach dem Sieg in London. „Wir sind in einem Rechtsstaat.“

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Und namentlich äußerte sich Bayern-Aufseher Martin Winterkorn, Chef des Volkswagen-Konzerns, in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“: „Vor den wichtigen Endspielen in Champions League und DFB-Pokal wäre es falsch gewesen, noch mehr Unruhe in den Verein hereinzutragen. Wir haben das nach meiner Überzeugung richtig entschieden.“

  • 27.05.2013, 17:39 UhrHiob

    Es mag Ihnen bisher entgangen sein, aber jetzt wissen auch Sie es. Übrigens ist daran nicht die CIA schuld und man kann es in Deutschland ganz einfach ändern, man müsste halt mehr Aktien kaufen.
    Solange sich unsere Mitbürger mit Bundesanleihen und Tagesgeld unterhalb der Inflationsrate eindecken, wird der Staat weniger und der Bürger mehr arm.

  • 27.05.2013, 17:25 UhrTigon

    Zu diesem Artikel, dessen Überschrift ausdrückt, wessen Geistes Feder er entsprungen ist, kann man nur "PFUI TEUFEL" sagen.
    Das HB-online hat die Grenzen des Anstandes und guten Geschmacks mit dessen Veröffentlichung m.E. unterschritten.

    Für mich sind weder Fußball noch der "Fall Hoeness" ein Aufreger, aber mediale Hetzjagden wie diese, ohne sittliches Maß, mit langem Zeigefinger geschrieben kann ich schwer ertragen. Erfolg und Mißgunst sind in Deutschland offenbar ein Zwillingspaar. Nochmals: pfui Teufel!

  • 27.05.2013, 16:49 UhrFracking

    Maschmeier hat man für 2,9 Millionen Euronen laufen lassen: So sieht die deutsche Gerichtsbarkeit heute aus. Einfach ekelhaft. Das ist mehr als Verhöhnung des kleinen Mannes. Neben der verlogenen Politik zählen Rechtsbrüche vor Gericht längst nicht mehr. Unser Deutschland ist zutiefst verkommen. Der Depp ist der Wähler, der sich allerdings im September wehren kann: Weg mit allen Altparteien, sie gehören ins Altersheim.

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