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Fußball Bundesliga: Podolski schon 1 300 Minuten ohne Tor für Köln

Statt sich gut drei Monate vor WM-Beginn in Torlaune zu präsentieren, wartet Lukas Podolski nun schon seit 1 300 Minuten auf ein Tor für Köln und bricht damit sogar Minusrekorde.

Lukas Podolski läuft seiner Form in Köln hinterher. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID
Lukas Podolski läuft seiner Form in Köln hinterher. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Woche für Woche bekommt Lukas Podolski im Kampf um die begehrten WM-Tickets neue Rote Zahlen um die Ohren gehauen. Am Samstag waren es beim 1:5-Debakel seines 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart gleich vier Tore seines Konkurrenten Cacau. "Prinz Poldi" hingegen, der Shootingstar beim Sommermärchen 2006, bricht derzeit nur Minusrekorde: Seit seinem bisher einzigen Saisontor hat er nun 1 300 Minuten nicht mehr getroffen und ist damit der neue Spitzenreiter in der traurigen Liste der Nationalspieler mit den längsten Durststrecken vor Uli Hoeneß (1 249).

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"Man ist leer, rennt nach Hause und will einfach nur die Tür hinter sich abschließen und traurig sein", sagte der 24-Jährige am Samstag nach der erneuten Demütigung und fügte an: "Das ist eine schwere Zeit für mich. Aber da muss ich durch. Irgendwann geht der Ball wieder rein." Auf der Tribüne erlebte auch Hansi Flick, der sich im Auftrag von Bundestrainer Joachim Löw das Spiel ansah, die Vorstellung des Publikumslieblings mit. "Er hat's verdammt schwer, wird selten vernünftig angespielt", sagte Flick der Bild am Sonntag.

In der Nationalelf wie verwandelt

In der DFB-Elf ist Podolski teilweise nicht wiederzuerkennen, da zeigt der 69-malige Nationalspieler sein ganzes Potenzial. Gegen Stuttgart waren es nach einer vornehm ausgedrückt unauffälligen ersten Halbzeit zehn Minuten, in denen der alte "Poldi" zu sehen war: Kraftvolle Spurts, Tacklings, ein strammer Linksschuss knapp am Tor vorbei und ein Kopfball, den Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann entschärfte.

Aber wieder nix. Die leidgeprüften Fans in der Domstadt verließen teilweise schon nach einer Stunde das Stadion. "Es ist einfach bitter, dass wir das zu Hause nicht hinbekommen. Für die Fans ist das natürlich besonders bitter, wenn wir ein solches Spiel zeigen", sagte der Publikumsliebling. Vom Großteil der "nur" 45 500 Zuschauer gab es Pfiffe angesicht der miserablen Vorstellung, der dritten Pflichtspielpleite in Folge.

15 Heimniederlagen in 29 Spielen

Seit der Bundesliga-Rückkehr 2008 war es für Köln die 15. Heimniederlage in 29 Spielen. Dürftige sechs Siege brachte der FC in dieser Zeit zustande. Und auch das waren wahrlich keine Fußball-Feste. Nur die vergleichsweise besseren Auswärtsleistungen retteten die Kölner immer wieder. Trotz eines komfortablen Vorsprungs von acht Punkten auf Relegationsplatz 16 warnen Podolski und die Verantwortlichen.

"Wenn wir nicht aufpassen, rutschen wir da unten noch rein", sagte Podolski. FC-Trainer Zvonimir Soldo zeigte sich vor allem besorgt über das mangelhafte Defensivverhalten. "Wir haben die Stabilität verloren, die uns zum Ende der Vorrunde noch so ausgezeichnet hat. Wir sind noch lange nicht gerettet", sagte der ehemalige Stuttgarter Profi, der mit dem FC das Hinspiel noch 2:0 beim VfB gewonnen und damit seinen ersten Sieg als Bundesliga-Coach gefeiert hatte.

Maniche teurer Flop

Leichter wird es für den 42-jährigen Kroaten nicht. Abgesehen vom öffentlichen und möglicherweise auch wieder zunehmenden internen Druck muss Soldo in den nächsten Wochen auf Adil Chihi verzichten, der sich einen Syndesmoseriss zuzog. Und ein Star wie Maniche, der wegen seiner Erfahrung geholt wurde, entpuppt sich immer mehr als teurer Flop. Der Portugiese fehlte am Samstag, weil er angeschlagen war.

© SID

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