Nachrichten

_

Fußball Bundesliga: Watzke prophezeit Erhalt der 50+1-Regelung

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke rechnet nicht damit, dass die 50+1-Regelung fällt. Stattdessen prophezeit er eine deutliche Zustimmung für deren Erhalt.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund glaubt an ein deutliches "Nein" der Bundesligisten zur Abschaffung der 50+1-Regelung. "Ich gehe nicht nur davon aus, dass Martin Kinds Antrag auf Abschaffung der 50+1-Regelung am 11. November abgelehnt wird. Ich prophezeihe, dass er von den Profiklubs sogar deutlich abgelehnt wird", sagte Watzke in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten.

Anzeige

Kind spricht sich für die Öffnung für Investoren aus und hat einen Antrag zur Änderung der umstrittenen Regel bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht.

"Fußball ist ein Stück Kultur"

Dass radikale Fans zuletzt an Filialen von Kinds Unternehmen Parolen geschmiert hatten, bezeichnete Watzke als unsäglich. "Solche Schmierer müssen zur Verantwortung gezogen werden. Da gibt es doch gar keine zwei Meinungen. Ungeachtet dessen glaube ich, dass Fußball ein Stück Kultur ist und die Entscheidungen der Klubs künftig nicht in irgendeinem asiatischen Hinterzimmer von Investoren getroffen werden sollten. Den Schlüssel zu seinem eigenen Haus gibt man nämlich nur einmal ab", sagte Watzke.

Zudem kündigte Watzke an, dass sich die Borussia-Fans in Zukunft auch mit dem Verkauf von Leistungsträgern anfreunden müssen. "Ganz grundsätzlich müssen wir in Dortmund lernen, dass es zum Geschäft gehört, einen Spieler auch mal für viel Geld abzugeben. Hier werden oft falsche Tränen vergossen, wenn uns jemand verlässt. In Bremen hat bisher auch noch keiner gestöhnt: "Ja hätten wir den Diego noch."" Zugleich schloss er den Verkauf eines Leistungsträgers in der Winterpause allerdings aus.

© SID

  • Die aktuellen Top-Themen
Kosten für Polizei-Einsätze: Bremen will DFL für Risikospiele zahlen lassen

Bremen will DFL für Risikospiele zahlen lassen

Der Fußball soll sich an den Kosten für Polizei-Einsätze bei Bundesliga-Spielen beteiligen. Die Forderung ist nicht neu, aber jetzt macht zum ersten Mal ein Bundesland ernst: Bremen will künftig die DFL zur Kasse bitten.

Neuer Nationaltrainer Brasiliens : Dunga bekommt eine zweite Chance

Dunga bekommt eine zweite Chance

Neuanfang mit altem Bekannten: Der brasilianische Fußballverband CBF hat am Dienstag Ex-Weltmeister Dunga als neuen Nationaltrainer und Nachfolger von Luiz Felipe Scolari vorgestellt.

Auswirkungen des Bürgerkrieges: Ukrainische Profis haben Angst vor der Heimkehr

Ukrainische Profis haben Angst vor der Heimkehr

Was das ganze Volk betrifft, schont auch Bereiche wie den Profisport nicht: Mehrere in der Ukraine aktive Fußballer verweigern die Rückreise zu ihren Vereinen wie Schachtjor Donezk – aus blanker Angst um ihr Leben.