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Fußball DFL: Sky-Krise: Rauball zerstreut Bedenken

Ligapräsident Reinhard Rauball hat trotz der Finanzprobleme des Pay-TV-Senders Sky die Bedenken der Fußball-Klubs zerstreut. Rauball: "Bislang sind alle Rechnungen bezahlt worden."

DFL-Präsident Reinhard Rauball sieht bisher keinen Grund zur Sorge. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID
DFL-Präsident Reinhard Rauball sieht bisher keinen Grund zur Sorge. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID

Vorläufige Entwarnung trotz Sky-Krise, der Ritterschlag für die Top-Star-Bundesliga und ein Angebot an die Bayern: Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball hat wenige Tage vor seiner erwarteten Wiederwahl am Mittwoch in Berlin deutlich Stellung zu wichtigen Themen bezogen. Er zerstreute trotz der Finanzprobleme des Bundesliga-Senders Sky die Bedenken der alarmierten Klubs. "Bislang sind alle Rechnungen pünktlich bezahlt worden. Ich gehe davon aus, dass dies auch in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison der Fall ist", sagte der 63-Jährige der Bild am Sonntag.

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Mit Blick auf die Wahl im Rahmen der Liga-Vollversammlung der 36 Vereine der 1. und 2. Liga am Mittwoch in Berlin meinte Rauball aber auch: "Wenn man zum Beispiel die Situation auf dem Fernsehmarkt sieht, fällt es mir schwer, den 36 Klubs blühende Landschaften zu versprechen."

Murdoch stellt Sky-Gewinne in Aussicht

Optimismus schöpft Rauball aus einem Treffen mit Sky-Hauptaktionär James Murdoch am Rande des Champions-League-Finals Ende Mai in Madrid. "Er hat uns den Eindruck vermittelt, dass er mit Sky in absehbarer Zeit Gewinne machen und das Unternehmen ausbauen will", erklärte Rauball.

Die wirtschaftliche Lage beim Münchner Pay-TV-Sender, der die Übertragungsrechte von 2009 bis 2013 für rund 200 Mill. Euro pro Spielzeit von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erworben hatte, scheint zumindest so problematisch, dass Rauball die 36 Erst- und Zweitligisten jüngst schriftlich über die aktuelle Situation informiert hat.

Verschärfung des Lizenzierungsverfahrens

Die DFL indes plant wegen der Verschlechterung der Vermögenslage der Vereine offenbar eine Verschärfung des Lizenzierungsverfahrens. Auch darüber soll am Mittwoch abgestimmt werden. Die Pläne sehen nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus unter anderem vor, dass jeder Erstligist seine Schulden in der kommenden Saison um zehn Prozent verringern muss. Durch wirtschaftliche Einbußen hatten sich laut DFL Liquiditätsprobleme ergeben, die dazu führten, dass "in der abgelaufenen Spielzeit die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs bei einigen Klubs nicht immer durchgängig und zweifelsfrei gesichert war".

Die Übernahme der Klubs durch zahlungskräftige Investoren ist für Rauball weiterhin keine Alternative. "In England erleben wir, was passiert, wenn branchenfremde Investoren aus anderen Kulturkreisen einen Verein übernehmen. Das kann dramatisch enden", warnte der Jurist, der auch deshalb weiter an der 50+1-Regel festhalten will. Rauball: "Die Mitgliederversammlung hat sich mit überwältigender Mehrheit für den Erhalt von 50+1 ausgesprochen - mit guten Argumenten. Diese werde ich als Präsident vertreten."

Rauball schwärmt von Liga mit Top-Stars

Trotz der Abgänge der Nationalspieler Sami Khedira (Real Madrid), Jerome Boateng (Manchester City) und eventuell Mesut Özil (Angebot von Real Madrid) hat für Rauball die Bundesliga an Strahlkraft gewonnen. "Wir haben jetzt eine Liga echter Top-Stars. Arjen Robben, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger - und auch Thomas Müller zähle ich nach der WM dazu. Um Philipp Lahm buhlen internationale Vereine, Manuel Neuer war meiner Meinung nach der beste Torwart in Südafrika", betonte Rauball.

Der Ligaverbands-Präsident sagte zudem Rekordmeister Bayern München die Unterstützung im Fall Robben zu. Der Titelverteidiger will juristisch gegen Hollands Verband vorgehen, weil Robben verletzt von der WM aus Südafrika zurückkam und längere Zeit ausfällt. Rauball: "Die Bayern sind entschlossen, ihre Rechte wahrzunehmen. Wir unterstützen sie, falls gewünscht. Unter der Prämisse, dass es nachzuweisen ist, dass Robben bereits vor der WM verletzt war."

© SID

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