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Fußball International: Orakel-Krake Paul soll Buchmacher werden

Orakel-Krake Paul ist weiterhin heiß begehrt: Ein russischer Wettanbieter will den Oktopus als Buchhalter verpflichten. Als "Ablösesumme" sind 100 000 Euro im Gespräch.

Orakel-Krake Paul hat ein Angebot aus Russland bekommen. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID
Orakel-Krake Paul hat ein Angebot aus Russland bekommen. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID

Orakel-Krake Paul wollte seine Karriere nach der WM eigentlich beenden - doch plötzlich steht dem berühmtesten aller Tintenfische die Welt offen. Ein russischer Wettanbieter will den Oktopus aus dem Sea-Life-Aquarium von Oberhausen als Buchmacher verpflichten und ihm ein monatliches Gehalt von 5 000 Dollar zahlen.

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"Er würde dann einer von unseren 120 Mitarbeitern sein", sagte Oleg Zurawski, Miteigentümer des Unternehmens Bet League, am Montag einer russischen Sportzeitung. "Unsere Spezialisten verdienen rund 3 000 Dollar im Monat. Daher würden wir Paul 5 000 zahlen." Als "Ablösesumme" sind 100 000 Euro im Gespräch.

100 prozentige Trefferquote

Noch kurz nach der WM, die Paul mit 100 Prozent Trefferquote beendet hatte, hatte Oliver Walenciak, zuständig für die Meerestiere im Oberhausener Aquarium, angekündigt, Paul habe "den Rummel erstmal satt".

Bei allen Spielen der deutschen Nationalmannschaft und beim WM-Finale hatte der Oktopus den richtigen Sieger vorausgesagt. Paul steuerte immer den richtigen Futterbehälter mit der entsprechenden Landesfahne an, fischte sich die darin liegende Muschel und traf damit seine Wahl. Auch beim Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien (0:1) traf Paul die richtige Entscheidung.

Nach dem Finalsieg der Spanier gegen die Niederlande (1:0) werden die Iberer "Pulpo Paul" ewig dankbar sein. Ministerpräsident Jose Luis Zapatero hatte sogar über Leibwächter nachgedacht, weil deutsche Fans das Orakel wegen seines Halbfinaltipps gerne auf dem Grill gesehen hätten.

Italienischer Interessent bot Sea Life 50 000 Euro

Zuvor hatte bereits ein italienischer Amateurklub die Fühler nach dem achtarmigen Weltstar ausgestreckt. US Zagarolo bot dem Sea Life 50 000 Euro, um Paul aus seinem "laufenden Vertrag" loszueisen. "Ich wüsste dann immer im Voraus, ob meine Mannschaft gewinnt oder nicht. Das würde mir Stress ersparen", sagte Klubpräsident Gianni Paglia der Gazzetta dello Sport.

Italienische Medien schlugen prompt vor, Paul in "Paolo" umzutaufen - zumal der Tintenfisch angeblich vor der Insel Elba gefangen wurde.

© SID

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