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Fußball Nationalmannschaft: Der DFB-Spion sieht schwache Australier

Urs Siegenthaler war in "geheimer Mission unterwegs". Der Chef-Beobachter des DFB spionierte den Gruppengegner Australien aus und sah eine schwache Vorstellung der "Socceroos".

Testspiel-Pleite für Vince Grella (l.) und Australien. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID
Testspiel-Pleite für Vince Grella (l.) und Australien. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Sollte Pim Verbeek Unbehagen verspüren, so lässt er es sich zumindest nicht anmerken. Die Generalprobe für das WM-Spiel am kommenden Sonntag gegen Deutschland ging daneben, seine Wunschformation ist in der Tat nur eine Wunschvorstellung, doch der Trainer der australischen Nationalmannschaft hat offenkundig die Ruhe weg. "Ich bin nicht besorgt", versicherte der Niederländer nach dem eigenartigen 1:3 (1:2) der Socceroos im Vorbereitungsspiel gegen WM-Teilnehmer USA in Johannesburg.

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Verbeek, bei der WM 2006 in Deutschland Assistent von Guus Hiddink, scheint starke Nerven zu haben. Eine Woche vor dem Spiel gegen Deutschland in Durban (13. Juni, 20.30 Uhr) verteilten seine Auserwählten Gastgeschenke, die Angreifer Edson Buddle (4./31.) und der für ihn eingewechselte Herculez Gomez (90.+3) für die USA höchst erfreut annahmen. "So viele Chancen hatten die gar nicht", betonte Verbeek und versicherte trotzig: "Nach so einem Spiel mache ich mir überhaupt keine Sorgen."

Dabei gäbe es viele Gründe, ein wenig unruhig zu werden. Im Ruimsig-Stadion von Roodeport waren die Australier dem erstaunlich hohen Anfangstempo der USA nicht gewachsen. Darüber hinaus kamen sie mit den sehr gewöhnungsbedürftigen Bedingungen - Höhenlage, Ball und holpriger Rasen - überhaupt nicht zurecht. Vor den Augen von David Beckham, der als Spion von Englands Nationaltrainer Fabio Capello Gruppengegner USA beobachtete, traf in einem seltenen Glücksmoment wenigstens Tim Cahill zum zwischenzeitlichen 1:1 (19.).

Verbeek sieht keinen Grund zur Beunruhigung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war in Roodeport in Person von Chef-Beobachter Urs Siegenthaler vertreten, allzu viele Erkenntnisse dürfte der Schweizer aber nicht gewonnen haben. "Wir waren nicht gut organisiert", gab Australiens Trainer Verbeek zu, beharrte freilich darauf, dass die Begegnung wenig Aussagekraft habe. "Ich weiß, dass meine Spieler jetzt noch nicht bereit sind, wir haben auch noch ein paar Tage bis zu unserem ersten Spiel. Wenn es ein WM-Spiel gewesen wäre, wären wir doch ganz anders reingegangen."

Zu den Schwächen vor allem in der ersten Halbzeit kommen aber auch noch personelle Probleme. Torschütze Cahill, tragende Säule der Socceroos, musste nach der Pause wegen einer Nackenverletzung in der Kabine bleiben. "Ich wollte kein Risiko eingehen, er wird ein wenig massiert und dann wird das schon", sagte Verbeek. Gleiches soll für zwei andere Hauptfiguren der Australier gelten: Die angeschlagenen Harry Kewell (Leiste) und Brett Emerton (Wade) kamen bei der großen Generalprobe für das Spiel gegen Deutschland nicht zum Einsatz.

In Bestform wären die drei wichtigsten Stützen der Socceroos wohl selbst dann nicht, wenn sie am kommenden Sonntag in Durban in der Anfangself der Australier stehen sollten. Allerdings, Verbeek bleibt optimistisch: "Besser, sie waren jetzt nicht fit, als dass sie es am Sonntag nicht sind."

© SID

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