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Fußball Uefa-Cup: Werder bekommt in Udine noch die Kurve

Mit einem Kraftakt hat Werder Bremen den Einzug ins Halbfinale des Uefa-Pokals geschafft. Im Rückspiel bei Udinese Calcio kamen die Bremer nach 1:3-Rückstand noch zu einem 3:3.

Doppel-Torschütze Diego (r.) lässt sich feiern. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID
Doppel-Torschütze Diego (r.) lässt sich feiern. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Diego sei Dank: Mit zwei sehenswerten Toren hat Werder Bremens Mittelfeldregisseur den deutschen Vizemeister fast im Alleingang ins Halbfinale des Uefa-Pokals geführt. Der Brasilianer, dessen Einsatz wegen einer Oberschenkelverletzung lange fraglich war, erzielte beim 3:3 (1:3) im Viertelfinal-Rückspiel bei Udinese Calcio die ersten beiden Bremer Treffer (28./60.). Claudio Pizarro (73.) machte mit dem dritten Tor den fünften Halbfinal-Einzug der Hanseaten perfekt. Das Hinspiel hatten die Norddeutschen vor einer Woche im Weserstadion 3:1 gewonnen.

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"Wir freuen uns, wir sind im Halbfinale, das ist eine große Leistung", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Aber die erste Halbzeit ging völlig daneben, wir haben dem Gegner zuviel Raum gegeben und uns das Leben schwer gemacht. In der zweiten Halbzeit kamen zum Glück die Tore, die uns Sicherheit gegeben haben."

Vor 20 000 Zuschauern in Stadio Friuli hing der Gesamterfolg der Gäste allerdings bis zum Schluss am seidenen Faden. Der Tabellen-13. der Serie A entwickelte während der gesamten Spielzeit enormen Druck und hätte eigentlich mehr Treffer erzielen müssen. Aber es blieb bei Toren von Fabio Quagliarella in der 30. und 38. Minute und dem Führungstreffer Udines durch Gökhan Inler in der 15. Minute. Im Halbfinale am 30. April und 7. Mai trifft Werder auf den Nordrivalen Hamburger SV. Das Finale findet am 20. Mai in Istanbul statt.

Udine macht mächtig Druck

Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Platzherren, doch in dieser Phase hatte sich die in der ersten Halbzeit sehr unsicher agierende Bremer Hintermannschaft besser auf die Attacken der Italiener eingestellt.

Bezeichnend für das glückliche Weiterkommen des Bundesliga-Zehnten war die Tatsache, dass Diegos seinen zweiten Treffer per Kopf erzielte, ein Novum. Nach dieser außergewöhnlichen Aktion riss der 24-Jährige die Arme hoch, schickte Stoßgebiete zum Himmel und ließ sich von den 500 mitgereisten Werder-Fans feiern. Noch beim Abschlusstraining hatte Bremens Superstar nur leichte Lauf- und Dehnübungen absolvieren können, an ein Mitwirken im Europapokal-Spiel schien nicht zu denken zu sein.

Werder-Sportdirektor Klaus Allofs kritisierte in der Halbzeitpause die nachlässige Abwehrarbeit der Norddeutschen. "Da haben wir oft zu offensiv gestanden und sind dafür bestraft worden. Dafür gibt es keine Erklärung", sagte der Ex-Nationalspieler.

Spätestens nach dem 3:3 erlahmte der Siegeswille des Teams von Coach Pasquale Marino. Schon 60 Sekunden vor dem Ausgleich hätte Diego seinen dritten Treffer erzielen können, doch der Bremer Superstar scheiterte mit einem Foulelfmeter an Udinese-Torhüter Samir Handanovic.

© SID

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